
Wandeln oder Weichen: Schicksalsjahr für die Autobranche
Wandeln oder Weichen : Schicksalsjahr für die Autobranche Ein Kommentar von Christian Müßgens 05.07.2026, 22:11Lesezeit: 3 Min. Auftakt für den „heißen Sommer und Herbst“: Beschäftigte des Mercedes-Benz-Werks Bremen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wandeln oder Weichen : Schicksalsjahr für die Autobranche Ein Kommentar von Christian Müßgens 05. 2026, 22:11Lesezeit: 3 Min. Auftakt für den „heißen Sommer und Herbst“: Beschäftigte des Mercedes-Benz-Werks Bremen demonstrieren vor dem Betriebsgelände.
Der bundesweite Protest richtet sich gegen den Sparkurs des Unternehmens. dpaDer Konflikt bei VW und Mercedes zeigt den Ernst der Lage. Es geht um die Zukunft des Standorts Deutschland.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es sind Bilder, die an den großen Machtkampf in Wolfsburg vor knapp zwei Jahren erinnern. Nur läuten diesmal nicht die Beschäftigten von Volkswagen eine bundesweite Protestwelle ein, sondern die von Mercedes. Mit roten Fahnen, Trommeln und Trillerpfeifen haben am Freitag Zehntausende Mitarbeiter des Stuttgarter Autokonzerns in Sindelfingen und an anderen Standorten gegen Einsparungen demonstriert.
Diese Woche wollen Beschäftigte der Branche mit einem Autokorso durch die baden-württembergische Landeshauptstadt fahren. Und bei VW in Wolfsburg droht schon der nächste Arbeitskampf, je nachdem, wie eine fast schon schicksalhafte Sitzung des Aufsichtsrats am Donnerstag läuft. Die IG Metall hat bereits angekündigt, den Arbeitgebern in der einstigen deutschen Vorzeigebranche einen „heißen Sommer und Herbst“ zu bescheren.
Soll heißen: Die Beschäftigten wollen nicht einfach hinnehmen, dass die Autoindustrie im großen Stil Personal abbaut und immer mehr Arbeit ins Ausland verlagert. 000 Stellen, so rechnet die Gewerkschaft vor, sind allein vergangenes Jahr in der Branche verloren gegangen. Historische Errungenschaften der Arbeitnehmervertreter wie die 35-Stunden-Woche stehen infrage, auch deshalb wird dieser Konflikt mit äußerster Härte geführt werden.
Was Experten sagen
Für die Unternehmen wiederum geht es jetzt ums Ganze. Gelingt es der Branche nicht, ihre Kosten zu senken, hat der Autostandort Deutschland keine Zukunft. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen VW auf dem Boden der TatsachenGeradezu sinnbildlich ist die Lage im VW-Konzern. Lange hatten die teuren Sportwagen von Porsche, die Oberklasseautos von Audi und das hochprofitable Chinageschäft dem Konzern so viel Geld eingebracht, dass das Management die ausufernden Kosten an VW-Standorten wie Wolfsburg, Hannover, Emden oder Zwickau weitgehend ignorieren konnte. Die Krise der Premiummarken und der Verdrängungswettkampf in der Volksrepublik haben den VW-Konzern auf den Boden der Tatsachen geholt.
Schon während der ersten Sparrunde vor zwei Jahren hatten sich Zehntausende Beschäftigte an Protesten und Warnstreiks beteiligt. Jetzt steht noch weit mehr auf dem Spiel. Neben der möglichen Schließung vier deutscher Werke und dem Abbau von bis zu 60.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





