
Wegen Belfast-Berichterstattung: Elon Musk geht rechtlich gegen ZDF vor
Wegen Berichterstattung zu Belfast-Krawallen Elon Musk geht rechtlich gegen das ZDF vor Das ZDF hatte in einer Sendung suggeriert, der Tech-Unternehmer Elon Musk habe dazu aufgerufen, in Belfast »Jagd auf Migranten« zu...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wegen Berichterstattung zu Belfast-Krawallen Elon Musk geht rechtlich gegen das ZDF vor Das ZDF hatte in einer Sendung suggeriert, der Tech-Unternehmer Elon Musk habe dazu aufgerufen, in Belfast »Jagd auf Migranten« zu machen. Nun schickte sein Anwalt offenbar eine Abmahnung an den Sender. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Elon Musk: Abmahnung fürs ZDF Foto: Julia Demaree Nikhinson / AP Der US-Unternehmer Elon Musk geht wegen eines auf ihn bezogenen Beitrags zu den ausländerfeindlichen Protesten in Nordirland rechtlich gegen das ZDF vor. In seinem Onlinedienst X warf Musk dem öffentlich-rechtlichen Sender am Montagabend »ungeheuerliche Lügen« vor.
Die Einzelheiten
Sein Anwalt forderte einem Medienbericht zufolge von dem Sender inzwischen eine Unterlassungserklärung, das ZDF selbst nannte die betreffende Anmoderation »unpräzise und deshalb missverständlich«. Im Fokus steht die Sendung »ZDFheute live« vom vergangenen Freitag, in der es um die gewalttätigen rassistischen Proteste in der vergangenen Woche in und um Belfast ging. Auslöser der Ausschreitungen war ein Video eines Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird.
Die Moderatorin sagte zu Beginn der ZDF-Sendung, nach einem »brutalen Mordversuch auf offener Straße in Belfast«, von dem ein Video viral gegangen sei, habe ein rassistischer Mob »Jagd auf Migranten« gemacht. »Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk«, fügte die Moderatorin hinzu. Mehr zum Thema Rassistische Ausschreitungen in Nordirland: Polizei setzt Wasserwerfer gegen Demonstranten in Belfast ein Krawalle in Nordirland: Belfast hat einen Helden und viele Verlierer Von Christoph Giesen, London Der US-Milliardär hatte vergangene Woche in seinem Onlinedienst X Beiträge des rechtsextremen britischen Aktivisten Tommy Robinson geteilt.
Musk schloss sich den Aufrufen Robinsons zu Protesten in ganz Großbritannien an und schrieb an seine 240 Millionen Follower auf X gewandt: »Nur wenn wir wiederholt und laut protestieren, wird sich etwas ändern. «Der deutsche Publizist Julian Reichelt kritisierte auf X die Sendung und nannte das ZDF eine »Festung der Lügen«. Musk habe nicht »zur Jagd auf Migranten aufgerufen«, wie behauptet.
Was Experten sagen
Reichelt ist Chefredakteur des als rechtspopulistisch eingestuften Online-Portals »Nius«. Musk antwortete auf den Beitrag Reichelts auf X: »Gegen das ZDF wird wegen seiner ungeheuerlichen Lügen rechtlich vorgegangen. « Der Sender versah die auf seiner Webseite nach wie vor abrufbare Sendung inzwischen mit einem Hinweis.
»Die Formulierung ist unpräzise und deshalb missverständlich«, heißt es dort. »Tommy Robinson hat nach dem Messerangriff in Belfast zu Protesten aufgerufen. Der Post wurde von Elon Musk geteilt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




