
Wettbewerb mit USA & China: Das Europa der Willigen
Wettbewerb mit USA & China : Das Europa der Willigen Ein Kommentar von Gerald Braunberger 25.06.2026, 10:24Lesezeit: 3 Min. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wettbewerb mit USA & China : Das Europa der Willigen Ein Kommentar von Gerald Braunberger 25. 2026, 10:24Lesezeit: 3 Min. Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Andrej Plenković, der Ministerpräsident von Kroatien, auf dem jüngsten EU-GipfeldpaIn Europa dominieren Planbürokratie und öffentliche Verschuldung.
Im Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten und China ist die EU nicht wettbewerbsfähig. Ein anderer Ansatz muss her. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Not kennt kein Gebot, lautet ein altes Sprichwort.
Die Einzelheiten
Aber der Eifer, mit dem Ökonomen in der aktuellen Lage Deutschland und Europa in offenkundiger Hektik wirtschaftspolitische Instrumente empfehlen, deren Untauglichkeit seit Jahrzehnten bekannt ist, könnte einer kühleren Überlegung Platz machen. Europäische Industriepolitik, seit Jahrzehnten ein Trauerspiel, wird um keinen Deut effizienter, weil man den Russen vor der Tür stehen sieht. Ausgleichszölle stehen, anders als behauptet, nicht in der ordnungspolitischen Tradition Ludwig Erhards, auch wenn die Regeln der Welthandelsorganisation sie als ein im Kampf gegen unfairen Wettbewerb zulässiges Mittel ansehen.
Aus ihrer Zulässigkeit folgt keine Aussage über ihre Tauglichkeit. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Befremden muss die Unbefangenheit, mit der ehemals als marktwirtschaftlich eingeschätzte Ökonomen heute einer schuldenfinanzierten Industriepolitik à la Mariana Mazzucato das Wort reden, als wären konsumtive Fehlverwendungen öffentlicher Mittel durch Regierungen – sei es im Rahmen des deutschen Fonds für Infrastruktur, sei es im Falle des europäischen Next-Generation-Fonds – bedauerliche Ausnahmen und keine seit Langem vertrauten Erscheinungen, deren Anreize für die Politik in jedem besseren Lehrbuch zur Wirtschaftspolitik beschrieben sind.
Die nationalen Präferenzen nehmen eher zuDer über Jahrzehnte entstandene Rückstand Europas lässt sich weder durch industriepolitische Planwirtschaft noch durch Verschuldungsprogramme für zum Teil schon bis unter das Dach verschuldete Staaten überwinden. Die eher zunehmenden als sich rückbildenden nationalen Präferenzen wird kein Appell an eine unrealistische Weltmachtrolle Europas zurückdrängen, die den meisten Menschen weniger bedeutet als eine erodierende Infrastruktur vor Ort oder ein nachlassendes nationales Bildungssystem. An der Präferenz alternder Gesellschaften für eine Maximierung des Wohlfahrtsstaats anstelle von Investitionen in die Zukunft – seien sie zivil oder militärisch – wird, so traurig es sein mag, ausweislich von Wahlergebnissen und Befragungen vermutlich auch keine militärische Bedrohung etwas ändern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





