
Wiener Festwochen: US-Investor Peter Thiel wieder ausgeladen
Nach Kritik von Künstlern Wiener Festwochen laden US-Investor Peter Thiel wieder aus Wegen der geplanten Teilnahme des rechtsgerichteten Unternehmers Peter Thiel wollten einige Künstler nicht mehr bei den Wiener...
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Nach Kritik von Künstlern Wiener Festwochen laden US-Investor Peter Thiel wieder aus Wegen der geplanten Teilnahme des rechtsgerichteten Unternehmers Peter Thiel wollten einige Künstler nicht mehr bei den Wiener Festwochen dabei sein. Nun wurde der Druck für die Veranstalter zu groß. 30 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Investor Peter Thiel: Von den Wiener Festwochen wurde er wieder ausgeladen Foto: Gage Skidmore / ZUMA Press Wire / IMAGO Die Wiener Festwochen haben einen Auftritt des umstrittenen IT-Investors Peter Thiel abgesagt. Das teilten die Veranstalter des Kulturfestivals mit.
Die Einzelheiten
Zuvor hatte es Kritik an der geplanten Diskussionsveranstaltung gegeben. Der für seine politischen Projekte bekannte Regisseur und Festwochen-Intendant Milo Rau hatte sich für den öffentlichen Diskussionsabend am 7. Thiel hatte bereits zugesagt.
Der aus Deutschland stammende US-Milliardär Thiel ist bekannt für seine libertären und rechtskonservativen Positionen, seine Nähe zu US-Präsident Donald Trump und seine Kritik an liberalen Demokratien. In letzter Zeit hatten Berichte über Thiels apokalyptische Weltsicht auch seine religiöse Ideologie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Absagen haben Druck erzeugtFestivalkünstler und weitere Beteiligte hatten ihre Auftritte wegen des geplanten Thiel-Auftritts abgesagt.
Diese Absagen schwächten die Festwochen »in einem untragbaren Umfang, weshalb sich die Geschäftsführung entschlossen hat, die Debatte mit Peter Thiel abzusagen«, hieß es von den Veranstaltern. Auch andere kritische Stimmen hätten zuletzt zugenommen, hieß es von den Festwochen, die von der Stadt Wien finanziert werden. Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler hatte in der Zeitung »Der Standard« wissen lassen: »Die Einladung von Peter Thiel führt durchaus berechtigt zu großem Unmut in der Bevölkerung.
Was Experten sagen
«Es gab aber auch viele Festivalbesucher, die den Diskussionsabend mit dem Titel »Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik« begrüßt hatten. Es sei eine Gelegenheit, bei der sich der Investor erklären müsse und mit Gegenargumenten konfrontiert werde, meinten zahlreiche Teilnehmer eines öffentlichen Forums zum Für und Wider des Thiel-Auftritts, das Intendant Rau am Freitag veranstaltet hatte.
Thiel soll sich neuen Zufluchtsort aufgebaut habenThiel ist Mitgründer des Softwareunternehmens Palantir. Die Frage, ob sich Sicherheitsbehörden auf die umstrittenen Datenanalyseprodukte von Palantir verlassen sollten, hat auch in Deutschland Debatten ausgelöst. Wie die »New York Times« berichtet, soll Thiel sich zurzeit etwas aus den USA zurückziehen.
Thiel habe in den vergangenen Monaten eine Villa in Buenos Aires für sich und seine Familie erworben, meldete die Zeitung unter Berufung auf zwei Insider.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





