
Wim Wenders zu Nacktszene mit Nastassja Kinski: »Das würde ich heute nie mehr so machen«
Wenders zu umstrittener Szene mit Kinski »Das würde ich heute nie mehr so machen« Nastassja Kinski möchte, dass Wim Wenders eine Szene, die sie als halbnackte 13-Jährige zeigt, aus einem alten Film schneidet. Der...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wenders zu umstrittener Szene mit Kinski »Das würde ich heute nie mehr so machen« Nastassja Kinski möchte, dass Wim Wenders eine Szene, die sie als halbnackte 13-Jährige zeigt, aus einem alten Film schneidet. Der Regisseur zeigt sich nun auf der Bühne des Deutschen Filmpreises ratlos – und richtet einen Appell ans Publikum. 40 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Wim Wenders auf der Bühne des Deutschen Filmpreises Foto: Christoph Soeder / dpa Regisseur Wim Wenders (80) hat sich am Freitagabend beim Deutschen Filmpreis zu den Vorwürfen von Schauspielerin Nastassja Kinski geäußert. »Das würde ich heute nie mehr so machen«, sagte er mit Blick auf die umstrittene Szene aus seinem preisgekrönten Film »Falsche Bewegung« aus dem Jahr 1975.
Die Einzelheiten
Wenders wurde am Abend in Berlin mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Die Schauspielerin Nastassja Kinski ist in dem Film als 13-Jährige mit nacktem Oberkörper zu sehen. Der »Süddeutschen Zeitung« hatte Kinski kürzlich gesagt: »Obwohl ich mit 13 noch nicht so viel wusste, habe ich schon gemerkt, dass das nicht in Ordnung war.
« Dem Bericht zufolge versuchte sie seit Jahren, die Szene aus dem Film entfernen zu lassen. »Es war ein schwieriges Kapitel in meinem Leben«, sagte Wenders. »Ich weiß heute mehr, viel mehr.
Es gibt andere Sensibilitäten, wir leben in einer völlig anderen Welt als vor 50 Jahren«. Seinem damaligen jungen Ich könne er keinen Vorwurf machen. Er habe in seiner Zeit einen Film gemacht.
Was Experten sagen
Vor rund zwei Jahren hatte Wenders sich zu der Forderung bereits ähnlich geäußert. Gespräche mit Kinski hatte er verweigert, die beiden kommunizieren offenbar nur über ihre Anwälte. Wenders bittet alle Anwesenden um MithilfeAus Kinsiks Forderung ergebe sich eine Frage, die »euch alle« angeht, sagte Wenders an die Filmschaffenden im Publikum gerichtet: »Wie geht man mit Filmerbe um?
« Dürfe und solle man eine Szene schneiden, wenn sie einer Schauspielerin – »die ich sehr verehrt habe und verehre« – weh tue? Er sei mit dieser Frage ziemlich allein und ratlos, fügte der Regisseur hinzu. Es sei eine moralische Frage.
Mehr zum Thema Streit über Film von Wim Wenders: Sie war 13. Er filmte sie halb nackt Von Oliver Kaever Missstände in der Film- und Fernsehbranche: »Weiterdrehen, egal was passiert« Neuer Film: »The Girl« soll Roman Polańskis Missbrauchsskandal aus Sicht des 13 Jahre alten Opfers erzählen Wenders bat die Deutsche Filmakademie um eine Diskussion zu diesem Thema, insbesondere mit jüngeren Leuten. »Ich möchte es nicht alleine tragen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





