
Wind: Der Süden braucht viel Strom – und produziert wenig
Wind : Der Süden braucht viel Strom – und produziert wenig Von Rüdiger Soldt, Stuttgart 22.07.2026, 18:50Lesezeit: 5 Min. Windräder auf einem FelddpaZuletzt sind in Baden-Württemberg und Bayern viele Windräder genehmigt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Wind : Der Süden braucht viel Strom – und produziert wenig Von Rüdiger Soldt, Stuttgart 22. 2026, 18:50Lesezeit: 5 Min. Windräder auf einem FelddpaZuletzt sind in Baden-Württemberg und Bayern viele Windräder genehmigt worden.
Doch nun machen niedrige Strompreise die Planung vieler Investoren zunichte. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In Baden-Württemberg stockt der Windkraftausbau. Das zeigt nicht nur die Insolvenz des Windkraftunternehmens Sowitec aus der Nähe von Reutlingen, die vor Kurzem bekannt wurde.
Die Einzelheiten
Nach den bisherigen Planungen sollen in dem Industrieland bis zum Jahr 2040 12. 000 Megawatt installierte Windstromleistung zur Verfügung stehen; gebaut sind derzeit 850 Windräder mit einer Leistung von 2239 Megawatt. 236 Anlagen sind derzeit genehmigt – dazu gehören auch einige „Repowering-Vorhaben“, also der Austausch älterer, leistungsschwacher Energieanlagen durch neuere –, für 1349 liegen Anträge vor, und 57 Windenergie-Projekte könnten eigentlich sofort gebaut werden.
Doch im Moment geht wegen geänderter Marktbedingungen und der aktuellen Berechnungsgrundlage im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nichts voran. 35 Prozent des bundesweiten Strombedarfs entstehen in Baden-Württemberg und Bayern, doch nur 14 Prozent der Windenergie werden in diesen beiden Ländern erzeugt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Über ein Beispiel kann Boris Palmer berichten. Der parteilose Tübinger Oberbürgermeister kämpft seit fünf Jahren für eine Windkraftanlage im sogenannten Rammert, einem 3200 Hektar großen Naherholungsgebiet. Teile der Fläche sind Landschaftsschutzgebiet.
Was Experten sagen
Palmer will dort so bald wie möglich neun moderne Windräder bauen. Die Kapazität würde ein Viertel des Strombedarfs in Tübingen decken. Doch das Projekt droht gerade zu scheitern.
Das liegt nicht an der Durchsetzungskraft der Bürgerinitiative „Rettet den Rammert“, die gegen den geplanten Windpark protestiert – sondern an veränderten Marktbedingungen und einer nicht vollzogenen Anpassung des EEG darauf. „Wir haben mit viel Aufwand Vorranggebiete geschaffen. Jetzt liegen die ersten Genehmigungen vor, jetzt könnte man bauen, aber nun ist der Preis pro Kilowattstunde um 25 Prozent gefallen“, sagt Palmer.
Die Berechnungen der Investoren seien also obsolet. „Es zeigt sich eine Unwucht im Ausschreibungssystem. “ Gebaut werde nur noch im Norden Deutschlands, der im Gesetz festgelegte Korrekturfaktor für den Süden reiche nicht mehr aus, um dort Windkraftanlagen bauen zu können, die wirtschaftlich sind.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




