
Wintersport: IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm
»Königsdisziplin« im Wintersport IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm Das Olympia-Aus der »NoKo« nach über 100 Jahren ist besiegelt. Die Sportart sei zu unbeliebt, heißt es vom IOC. Die Existenz der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. »Königsdisziplin« im Wintersport IOC streicht Nordische Kombination aus Olympia-Programm Das Olympia-Aus der »NoKo« nach über 100 Jahren ist besiegelt. Die Sportart sei zu unbeliebt, heißt es vom IOC. Die Existenz der Sportlerinnen und Sportler ist nun bedroht.
51 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Vinzenz Geiger bei Olympia 2022 Foto: Daniel Karmann / dpa Die Nordische Kombination ist nach mehr als 100 Jahren nicht mehr Teil des Programms der Olympischen Winterspiele.
Die Einzelheiten
Das Internationale Olympische Komitee strich die Sportart aus Skispringen und Skilanglauf aus dem Wettkampfplan für die Spiele 2030 in den französischen Alpen. Weiterhin dabei ist der Parallel-Riesenslalom der Snowboarder, der ebenfalls auf dem Prüfstand gestanden hatte. Freeride (Ski und Snowboard) sowie Synchro9 (Synchroneiskunstlauf) werden 2030 erstmals bei Olympischen Spielen vertreten sein.
Kombination sei unbeliebt, sagt das IOCDie »NoKo« war seit der Winterspiel-Premiere 1924 in Chamonix dabei, allerdings wurde die »Königsdisziplin« des Wintersports vor Jahren schon angezählt. Das IOC formulierte einige Kritikpunkte: zu geringe internationale Verbreitung, begrenzte Zahl konkurrenzfähiger Nationen und vergleichsweise geringe globale Zuschauerreichweite. Die Nordische Kombination sei laut Studien beim Publikum die unbeliebteste Sportart der Winterspiele 2014, 2018, 2022 und 2026 gewesen, begründete das IOC nun seine Entscheidung.
Darüber hinaus konzentriere sich die Sportart zu sehr auf nur wenige Länder. Nur fünf unterschiedliche Nationen hatten bei den vergangenen vier Winterspielen Medaillen gewonnen. Mehr zum Thema Diskussion über Nordische Kombination: »Es geht um die olympische Zukunft des Skispringens«Aus Predazzo und Tesero berichtet Marcus Krämer 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Einzige rein männliche Olympia-Sportart: Kombiniererin Armbruster kritisiert IOC für erneute Zuschauerrolle 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Nordische Ski-WM in Trondheim: Kombinierer Geiger bleibt Deutschlands Medaillengarant 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Athletinnen und Athleten sowie die Verbände hatten für einen Verbleib beim wichtigsten Sportereignis der Welt gekämpft.
Was Experten sagen
Auch Deutschlands beste Kombiniererin Nathalie Armbruster hatte monatelang für den Erhalt ihrer Sportart und die Hinzunahme der Frauen geworben. Frauen waren in den 102 Jahren nie dabei. Es war bis zu diesem Jahr die letzte Sportart der Winterspiele, in der Frauen kein Startrecht haben.
Auch im Februar in Mailand und Cortina durften die Frauen nicht starten. Damals hieß es, dass bei den nächsten Spielen 2030 entweder Frauen und Männer dabei sind – oder niemand.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




