
»Wir sehen das« – Schauspielerin Rosamund Pike rügt Publikum für Handynutzung
Am Londoner West End »Wir sehen das« – Schauspielerin Rosamund Pike rügt Publikum für Handynutzung Der Vorhang war schon gefallen, da trat Rosamund Pike erneut vors Londoner Theaterpublikum: Die Schauspielerin...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Am Londoner West End »Wir sehen das« – Schauspielerin Rosamund Pike rügt Publikum für Handynutzung Der Vorhang war schon gefallen, da trat Rosamund Pike erneut vors Londoner Theaterpublikum: Die Schauspielerin kritisierte, dass jemand während des Stückes eine Nachricht getippt habe. 26 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Schauspielerin Pike in »Inter Alia«: Verbindung gebrochen Foto: Manuel Harlan / Wyndham’s Theatre 2004 listete der Schauspieler Michael Maertens in der »Welt am Sonntag« die zehn größten Ärgernisse auf, von denen man sich auf der Theaterbühne gestört fühle. Schon damals dabei: der SMS-Austausch auf den oberen Rängen, wo die Schulklassen sitzen. »Auch das bekomme ich mit, obwohl die Handys auf Vibration gestellt sind«, schrieb Maertens.
Die Einzelheiten
Heute tippen alle Generationen Nachrichten ins Handy – und leider auch noch immer im Theater, wie die Darstellerin Rosamund Pike (»Gone Girl«, »Saltburn«) erleben musste. In Suzie Millers Stück »Inter Alia « spielt sie im Londoner West End eine Kronrichterin, Feministin und Mutter eines Sohnes, der der Vergewaltigung bezichtigt wird. Eine intensive Rolle, für die es auch am Samstagabend in Wyndham's Theatre viel Applaus gab.
»Jemand hat in diesem Block Textnachrichten geschrieben«Doch als Rosamund Pike nach dem letzten Vorhang noch einmal auf die Bühne kam, hatte sie eine Botschaft an ihr Publikum. Theater sei eine große Sache, sagte sie: »Ich versuche Ihnen eine Geschichte zu erzählen, ich spüre Sie, und ich hoffe, Sie spüren mich auch«, zitiert der »Guardian« die Schauspielerin. »Jemand hat in diesem Block Textnachrichten geschrieben«, sagte Pike: »Sie wissen, wer Sie sind und ich werde Sie nicht bloßstellen«.
Die genervte Hauptdarstellerin räumte ein: »Vielleicht war es wichtig, und vielleicht sind sie ein Arzt und haben jemandes Leben gerettet«. Sie hoffe das jedenfalls, so Pike. »Aber wir sehen das, und wir spüren das«.
Was Experten sagen
Ihre Aufgabe sei es, alle im Publikum zu fesseln, deshalb sei es so schwer für sie. Für ihre Aussagen sei Rosamund Pike applaudiert worden, zitiert die »Times« eine Stimme aus dem Publikum: »Jemand beim Höhepunkt eines derart emotionalen Stückes eine SMS schreiben zu sehen, breche die Verbindung zum Publikum«, das sei Pikes Botschaft gewesen. Bild vergrößern Schauspielstar Pike: »Sie wissen, wer Sie sind« Foto: Dave Benett / Grant Buchanan / WireImage / Getty Images In den britischen Zeitungen werden weitere Bühnenstars zitiert, die sich ähnlich wie Rosamund Pike geäußert hatten.
So hat Lesley Manville (»Mrs. Harris und ein Kleid von Dior«) die Unsitte kritisiert, die Verbeugungen am Vorstellungsende zu filmen: »Klatscht oder klatscht nicht, aber haltet nicht einfach eure Handys vor unsere Gesichter«, sagte die Schauspielerin.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





