
Wirtschaft in Deutschland: Industrie erreicht Rekordniveau bei Aufträgen
Statistisches Bundesamt Deutsche Industrie füllt Auftragsbücher so stark wie nie Die deutsche Wirtschaft hat so viele offene Bestellungen wie noch nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015. Besonders legten die...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Statistisches Bundesamt Deutsche Industrie füllt Auftragsbücher so stark wie nie Die deutsche Wirtschaft hat so viele offene Bestellungen wie noch nie seit Beginn der Erfassung im Jahr 2015. Besonders legten die Aufträge bei Elektronik- und Fahrzeugbauern zu. Trotzdem könnten Jobs weiter gefährdet sein.
41 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Der Bau einer neuen Straßenbahn (Symbolbild) Foto: Jan Woitas / dpa / picture alliance Die Auftragsbücher der deutschen Industrie sind so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn dieser Statistik im Jahr 2015.
Die Einzelheiten
Der Bestand an offenen Bestellungen wuchs im März um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte . Das war der stärkste Anstieg seit September 2024, verglichen mit dem Vorjahresmonat gab es ein Plus von 8,4 Prozent. Die Aufträge legten laut Statistischem Bundesamt in jedem Wirtschaftsbereich zu.
Der größte Zuwachs wurde mit 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen gemessen. Dazu zählen etwa Computer, Smartphones oder medizinische Geräte. Im Bereich »Sonstiger Fahrzeugbau«, also beim Bau von Flugzeugen, Schiffen, Zügen oder Militärfahrzeugen, stiegen die Aufträge mit 1,5 Prozent ebenfalls stark an.
Ökonom erwartet trotzdem »schleichenden Beschäftigungsabbau«Die Auftragseingänge in der Industrie können ein wichtiger Frühindikator für eine mögliche Trendwende im deutschen Wirtschaftswachstum sein. Ob sich die Industrie tatsächlich erholt, ist aber noch fraglich. Zuletzt hatten Konjunkturforscher des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit einem Wachstum von nur 0,4 Prozent gerechnet.
Was Experten sagen
Der hohe Auftragsbestand sei zudem noch kein Garant dafür, dass auch die Produktion hochfährt, sagte der Chefvolkswirt der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, Alexander Krüger. Standortbedingungen und gestiegene Energiepreise belasteten viele Unternehmen. Durch den Irankrieg seien zudem die Gewinnmargen unter Druck geraten.
Hinzu kämen Lieferstörungen. »Aufträge dürften daher nur langsam abgearbeitet und Kapazitäten kaum erweitert werden«, sagte Krüger. »Trotz guter Auftragslage wird sich der schleichende Beschäftigungsabbau wohl fortsetzen.
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