
Wirtschaft warnt Bundesregierung vor Abschaffung von Minijobs
Kritik an Reformvorschlag Wirtschaft warnt Bundesregierung vor Abschaffung von Minijobs Im Handel oder der Gastronomie arbeiten Minijobber besonders oft. Sollten sie hier wegfallen, befürchten die Branchenverbände...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kritik an Reformvorschlag Wirtschaft warnt Bundesregierung vor Abschaffung von Minijobs Im Handel oder der Gastronomie arbeiten Minijobber besonders oft. Sollten sie hier wegfallen, befürchten die Branchenverbände Einkommensverluste und Personalnot – und bangen um die Versorgung. 47 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Servicekraft in der Gastronomie: Arbeit of auf Minijob-Basis Foto: Hannes P Albert / dpa-tmn / dpa Die Alterssicherungskommission empfiehlt , den steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus der Millionen von Minijobs abzuschaffen. Doch eine breite Allianz von Wirtschaftsverbänden stemmt sich gegen diesen Reformvorschlag.
Die Einzelheiten
Sie warnen die Bundesregierung eindringlich davor, Minijobs im Zuge der geplanten Sozial- und Rentenreformen faktisch abzuschaffen oder deutlich zu verteuern. In einem Brandbrief an Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) und Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) fordern unter anderem der Handelsverband Deutschland, der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband, der Gesamtverband der Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände sowie weitere Branchenverbände den Erhalt der Minijobs in ihrer heutigen Form. Minijobs stehen allerdings in der Kritik, weil sie mitunter reguläre Arbeit verdrängen – und so das Solidarsystem aushöhlen.
Minijobber zahlen in der Regel keine oder nur geringe Beiträge zur Sozialversicherung. Bleiben sie unter der Verdienstgrenze von 603 Euro im Monat, müssen sie auch keine Steuern bezahlen. Minijobs waren einst als unbürokratische Hilfe gedacht, um etwa Haushaltshilfen, Studenten- oder Rentnerjobs einen Rahmen zu geben.
Inzwischen sehen sich sehr viele Menschen abhängig von diesen geringfügigen Nebenbeschäftigungen, aber auch zahlreiche Branchen wie Handel, Gastronomie oder das Reinigungsgewerbe greifen in weiten Teilen auf Minijobber zurück. »Irreversible Schäden für den Wirtschaftsstandort«Die Unterzeichner warnen deshalb, eine Abschaffung oder Verteuerung würde Beschäftigte und Unternehmen gleichermaßen treffen. Millionen Menschen hätten sich ganz bewusst für Minijobs entschieden, weil sie sich mit Studium, Familie, Pflege oder einem Hauptberuf vereinbaren ließen.
Fielen die steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteile weg, müssten viele Beschäftigte spürbare Einkommenseinbußen hinnehmen oder deutlich mehr Stunden arbeiten, um auf das bisherige Einkommen zu kommen. Mehr zum Thema Schwierige Reform: Minijobs abschaffen – und dann?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




