
Wissenschaftler kritisieren: Das Netzentgelt verteilt von Arm zu Reich um
Wissenschaftler kritisieren : Das Netzentgelt verteilt von Arm zu Reich um Von Nadine Bös 15.07.2026, 19:18Lesezeit: 4 Min. Privathäuser mit Solardach: Wissenschaftler glauben, dass sie sich noch stärker an den...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Wissenschaftler kritisieren : Das Netzentgelt verteilt von Arm zu Reich um Von Nadine Bös 15. 2026, 19:18Lesezeit: 4 Min. Privathäuser mit Solardach: Wissenschaftler glauben, dass sie sich noch stärker an den Netzkosten beteiligen sollten.
Lando HassDie Netzagentur will neu ordnen, auf wessen Schultern und wie genau sich Stromnetzentgelte verteilen. In Summe geht es um Milliarden. Fachleute sagen nun: Die Reform ist überfällig, aber eine Gruppe kommt zu billig weg.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Privathaushalte, die ihren eigenen Strom erzeugen, kommen nach Meinung von Fachleuten bei der geplanten Reform der Stromnetzentgelte zu günstig weg. „Momentan findet eine Umverteilung von Arm zu Reich statt, und die Reform geht zu vorsichtig dagegen an“, sagt der Wettbewerbsökonom Justus Haucap von der Universität Düsseldorf im Gespräch mit der F. Gemeinsam mit zwölf weiteren Forschern sitzt er im Wissenschaftlichen Arbeitskreis für Regulierungsfragen (WAR).
Das ist ein bei der Bundesnetzagentur angesiedeltes, aber unabhängiges Beratergremium, das wie ein Sachverständigenrat Regulierungsvorhaben beurteilt. Die Bundesnetzagentur plant von 2029 an die Stromnetzentgelte zu reformieren. Das ist ein Milliardenprojekt – und ein hochumstrittenes.
Es geht um die Frage, wer in Zukunft über den Umweg der Strompreise welchen Anteil der Kosten für Netzausbau und -unterhalt tragen wird. Netzentgelte machen nach Angaben der Bundesnetzagentur rund 30 Prozent der Stromkosten eines Haushalts aus. Insgesamt geht es um ein Kostenvolumen von rund 37 Milliarden Euro im Jahr.
Was Experten sagen
Der WAR hat den Zwischenstand der Reform nun in einem Papier unter die Lupe genommen, das der F. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Das Netz als VersicherungZu lasch wolle die Behörde mit Privathaushalten mit Solardach umgehen, bemängelt das Gremium darin unter anderem.
Diese „Prosumer“ zahlen derzeit nur wenig Netzentgelt, weil sie nur wenig Strom aus dem Netz beziehen. Die Wissenschaftler argumentieren, auch Prosumer profitierten vom Netzausbau und sollten ihn mitfinanzieren. Das Netz habe für sie eine „Versicherungsfunktion“, falls mal keine Sonne scheine und der Speicher leer sei.
„Zum anderen enthält die aktuelle Finanzierungsstruktur auch eine soziale ,Unwucht‘“, schreiben die Wissenschaftler weiter. „Prosumer sind tendenziell gut situierte Eigenheimbesitzer. Mieter im Mehrfamilienhaus können nur selten von selbst erzeugtem, günstigem Strom profitieren“, sagt Haucap.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





