
Wissenschaftspolitik: Was tun, wenn die AfD dabei ist?
Wissenschaftspolitik : Was tun, wenn die AfD dabei ist? Von Heike Schmoll, Berlin 14.07.2026, 10:42Lesezeit: 4 Min. Nach einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Berlin am 29. Juni 2026.Jens GyarmatyDie...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Wissenschaftspolitik : Was tun, wenn die AfD dabei ist? Von Heike Schmoll, Berlin 14. 2026, 10:42Lesezeit: 4 Min.
Nach einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Berlin am 29. Jens GyarmatyDie Wissenschaftsminister der Länder bereiten sich auf die Zeit nach den Landtagswahlen im Herbst vor. Ihre Konferenz soll nicht durch ein Veto einzelner Länder blockiert werden.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wie kann das Wissenschaftssystem in Deutschland gegen mögliche Eingriffe der AfD gesichert werden? Angesichts von Umfragen, laut denen die AfD bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt vermutlich stärkste Kraft wird, und der Möglichkeit, dass sie in Sachsen-Anhalt sogar eine absolute Mehrheit im Landtag bekommen kann, haben sich die Wissenschaftsminister der Länder in der vergangenen Woche zu einer Sonderkonferenz getroffen, um nach Antworten darauf zu suchen. Denn in der Wissenschaftsministerkonferenz wie auch in der Bildungsministerkonferenz gilt für viele Entscheidungen das Einstimmigkeitsprinzip.
Ein Land könnte also durch sein Veto Entscheidungen blockieren. Im Brandenburger Landtag haben die Minister zunächst mit Fachleuten darüber diskutiert, wie die Wissenschaftspolitik vor obstruktivem Verhalten einzelner Länder geschützt werden kann, und dann eine Erklärung dazu verabschiedet. Federführend hatten die baden-württembergische Wissenschaftsministerin Petra Olschowski (Grüne) und die brandenburgische Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) den Auftrag vergeben, Vorschläge zu erarbeiten.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hatte ihre Erklärung schon in der Woche davor vorgestellt, der Wissenschaftsrat wird seine im Oktober beschließen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen In sogenannten Regierungsprogrammen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern behauptet die AfD, dass die Naturwissenschaft seit der Klima- und Corona-Politik nicht mehr in der Lage sei, durch „ideologiefreies“ Wissen zu überzeugen.
Was Experten sagen
In Brandenburg hatte sie gefordert, das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung nicht mehr weiter zu fördern. Die Geisteswissenschaften sieht die AfD „bis zum Hals in einem Sumpf aus Genderismus, Postkolonialismus und sonstiger poststrukturalistischer Phrasendrescherei“, weshalb sie die Wissenschaft wieder „zu sich selbst“ zurückführen wolle. Eine Pflicht, die Einstimmigkeit abzuschaffen?
Mit einigen selbstkritischen Bemerkungen wies der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, der Heidelberger Neurologe Wolfgang Wick, bei der Konferenz im Potsdamer Landtag darauf hin, dass die Wissenschaft sich ganz gut in ihren Privilegien eingerichtet und wissenschaftsfeindliche Entwicklungen „geflissentlich übersehen“ habe.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




