
ZDF-Intendant Norbert Himmler verteidigt »Die Anstalt«-Ausladung von Danger Dan
Satiresendung »Die Anstalt« ZDF-Intendant verteidigt Ausladung von Rapper Danger Dan Kurzfristig hatte das ZDF entschieden, einen Auftritt des linken Liedermachers Danger Dan mit Pianist Igor Levit in der »Anstalt« zu...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Satiresendung »Die Anstalt« ZDF-Intendant verteidigt Ausladung von Rapper Danger Dan Kurzfristig hatte das ZDF entschieden, einen Auftritt des linken Liedermachers Danger Dan mit Pianist Igor Levit in der »Anstalt« zu streichen. Jetzt erklärt Intendant Norbert Himmler die Entscheidung. 48 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern ZDF-Intendant Himmler: »Wir hätten früher die Grundsatzfrage stellen müssen« Foto: Soeren Stache / dpa ZDF-Intendant Norbert Himmler hat die Ausladung des Rappers Danger Dan aus der Satiresendung »Die Anstalt« verteidigt – zugleich aber Fehler beim Entscheidungsprozess eingeräumt. »Die Kurzfristigkeit der Ausladung müssen wir uns vorwerfen lassen«, sagte Himmler der »Süddeutschen Zeitung«.
Die Einzelheiten
»Wir hätten früher die Grundsatzfrage stellen müssen, am besten schon vor der eigentlichen Einladung. « Inhaltlich steht der Intendant jedoch zu der Ausladung. Zum Liedtext von Danger Dans Song »Keine Angst« erklärte er: »Wir haben es hier meiner Ansicht nach unzweifelhaft mit einer Gebrauchsanweisung zum linken, gewaltbereiten Widerstand zu tun, der in ›freundlichen Grüße‹ an linksextreme, zum Teil rechtskräftig verurteilte Gewalttäter mündet.
« Bild vergrößern Danger Dan (bei einem Konzert in Berlin 2023) Foto: Carsten Thesing / IMAGO Der Rapper Danger Dan sollte mit Starpianist Igor Levit sein neues Lied »Keine Angst« bei der 100. Ausgabe von »Die Anstalt« präsentieren, die sich mit Radikalisierung und der Wehrhaftigkeit der Demokratie beschäftigt. Kurz vor der Aufzeichnung entschied das ZDF, den Auftritt zu streichen, da der Liedtext als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne.
An der Entscheidung regte sich Kritik: Journalistengewerkschaften protestierten, auch das Team der Satireshow positionierte sich gegen seinen Sender (mehr hier). Danger Dan selbst sprach bei Instagram von einem Eingriff in die Meinungs- und Kunstfreiheit. Dem SPIEGEL sagte er, er rufe niemanden dazu auf, in den kriminellen Untergrund zu gehen.
Was Experten sagen
Es gehe darum, wie wirksame Antifaschismus-Strukturen aufgebaut werden können. Er verabscheue Gewalt. »Aber das Problem ist: Sie ist schon längst politische Realität.
« Das komplette SPIEGEL-Gespräch mit Danger Dan finden Sie hier . Ersatzkonzert am DienstagabendDanger Dan und Igor Levit planen nun ein Ersatzkonzert. Der Auftritt mit dem Titel »Die keine Angstalt« soll am Dienstagabend um 21 Uhr im Berliner Columbia Theater stattfinden.
Der Auftritt werde auch bei YouTube übertragen, teilte die Agentur von Danger Dan mit. Der Gewinn aus dem Ticketverkauf soll den Angaben zufolge an den Verein Opferperspektive gehen, »die zentrale Anlaufstelle in Brandenburg für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




