
ZOiS: Osteuropa-Institut meldet Cyberangriff
Russische Staatsbürger besonders gefährdet Renommiertes Osteuropa-Institut meldet Cyberangriff Angreifer haben sich Zugriff zu Servern des ZOiS verschafft, womöglich auch zu Personendaten russischer Staatsangehöriger,...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Russische Staatsbürger besonders gefährdet Renommiertes Osteuropa-Institut meldet Cyberangriff Angreifer haben sich Zugriff zu Servern des ZOiS verschafft, womöglich auch zu Personendaten russischer Staatsangehöriger, die mit der Einrichtung kooperierten. 27 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Mann tippt auf Tastatur (Symbolbild): Angreifer verweist auf angeblich »anti-russische Inhalte« Foto: Nicolas Armer / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier. War die Zusammenfassung hilfreich?
Die Einzelheiten
Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Das Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS) ist laut eigener Aussage Opfer eines Cyberangriffs geworden. Das geht aus einer Mitteilung hervor, die dem SPIEGEL vorliegt.
Der Vorfall soll sich bereits vor mehreren Wochen ereignet haben. Wie das Forschungsinstitut mitteilte, hätten die Angreifer dabei zu mindestens einem Zeitpunkt Zugang zu den Dateiservern des Instituts gehabt, und damit womöglich zu Personaldaten von Beschäftigten, Kooperationspartnern und Dienstleistern. In welchem Ausmaß tatsächlich Dateien entwendet wurden, könne nicht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, so das Institut.
Die Urheber der Attacke seien bisher nicht bekannt. Jedoch hätten die Angreifer in einer Benachrichtigung an das ZOiS auf dessen angeblich »anti-russische Inhalte« verwiesen. Das ZOiS ist eine renommierte deutsche Forschungseinrichtung, die zu Osteuropa arbeitet und regelmäßig Beiträge zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sowie zu Entwicklungen in Russland publiziert.
Was Experten sagen
Dafür kooperiert das Institut auch mit Menschen mit russischer Staatsbürgerschaft. Diese sieht es durch den Angriff besonders gefährdet. »Wir haben uns entschieden, die Nachricht vom Vorfall und seine möglichen Konsequenzen, deren Ausmaß wir – wie auch bei anderen Cyberattacken – nie mit Sicherheit benennen werden können, zu teilen«, sagte die Wissenschaftliche Direktorin des Instituts, Gwendolyn Sasse, dem SPIEGEL.
Jegliche Kooperation mit dem Institut könnte aus der Sicht des russischen Staates für russische Staatsangehörige eine Strafe nach sich ziehen, so Sasse. Hintergrund ist, dass das ZOiS in Russland seit 2023 als »unerwünschte Organisation« gilt. Der Kreml verwendet dieses und ähnliche Label, um Kritiker zu diskreditieren.
Wie genau es zu dem Vorfall kommen konnte, ob etwa Mitarbeitende des ZOiS auf eine Phishingmail reagierten, sei unklar, so Sasse. »Es könnte über Phishing oder einen anderen Weg gewesen sein, bisher ließ sich hier nichts ermitteln. « Das Institut warnte mögliche Betroffene mit einer Mail, in der es unter anderem dazu riet, bei E-Mails und darin enthaltenen Links aufmerksam zu sein.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





