
Zugbegleiter bei Ticketkontrolle tödlich verletzt – Verdächtiger wegen Mordes angeklagt
Faustschläge im Regionalzug Zugbegleiter bei Ticketkontrolle tödlich verletzt – Verdächtiger wegen Mordes angeklagt Der Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar löste landesweit Entsetzen aus. Nun erhebt die...
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Faustschläge im Regionalzug Zugbegleiter bei Ticketkontrolle tödlich verletzt – Verdächtiger wegen Mordes angeklagt Der Tod des Zugbegleiters Serkan Çalar löste landesweit Entsetzen aus. Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Mordanklage gegen den Verdächtigen. Er habe aus »Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle« gehandelt.
08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Blick auf das Bahngleis in Landstuhl Foto: Patrick von Frankenberg / dpa Der Fall hatte bundesweit Entsetzen ausgelöst, die Bahn berief einen Sicherheitsgipfel ein , wochenlang wurde über Angriffe auf Menschen im öffentlichen Dienst diskutiert: Zugbegleiter Serkan Çalar kam im Februar durch die Attacke eines Fahrgasts ums Leben.
Die Einzelheiten
Nun hat die Staatsanwaltschaft einen 26-Jährigen wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen angeklagt. Dem Beschuldigten werde vorgeworfen, den Zugbegleiter am 2. Februar in einem Regionalexpress tätlich angegriffen und tödlich verletzt zu haben, teilt die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mit .
Demnach soll sich der Mann am Tattag in der Regionalbahn von Landstuhl in Rheinland-Pfalz in Fahrtrichtung ins saarländische Homburg befunden haben. Kurz nach der Abfahrt des Zugs in Landstuhl gegen 17. 40 Uhr sei der Mann von dem Zugbegleiter kontrolliert und aufgefordert worden, seine Fahrkarte zu zeigen.
»Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle«Der Beschuldigte habe erklärt, kein Ticket zu haben. Der sodann erfolgten Aufforderung, sich auszuweisen, kam er laut Staatsanwlatschaft nicht nach. Der 36 Jahre alte Zugbegleiter Serkan Çalar habe den Fahrgast daraufhin aufgefordert, den Zug zu verlassen.
Was Experten sagen
Auch dem sei der Mann nicht nachgekommen. In der Folge habe der 26-Jährige dem Zugbegleiter mehrere kräftige Faustschläge gegen den Kopf und insbesondere gegen die Schläfen versetzt, »wobei er den Todeseintritt zumindest billigend in Kauf nahm«. Das Opfer sei bewusstlos zu Boden gegangen.
»Daraufhin ließ der Angeschuldigte von ihm ab und setzte sich zurück auf seinen Platz«, so die Staatsanwaltschaft. Der Zugbegleiter starb demnach am 4. Februar infolge der Gewalteinwirkung gegen den Kopf an einer Hirnblutung.
»Nach den durchgeführten Ermittlungen handelte der Angeschuldigte aus Verärgerung über eine alltägliche Ticketkontrolle«, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Der Beschuldigte befinde sich in Untersuchungshaft. Er habe sich im Rahmen einer richterlichen Vorführung zum Tatgeschehen geäußert.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





