
250. Geburtstag: Was aus Amerika geworden ist
250. Geburtstag : Was aus Amerika geworden ist Ein Kommentar von Andreas Ross 04.07.2026, 09:33Lesezeit: 4 Min. Am Reflecting Pool zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument in der amerikanischen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geburtstag : Was aus Amerika geworden ist Ein Kommentar von Andreas Ross 04. 2026, 09:33Lesezeit: 4 Min. Am Reflecting Pool zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument in der amerikanischen HauptstadtReutersDie Vereinigten Staaten sind in schlechter Verfassung – aber auf ihre Verfassung können sie bauen.
Auch nach 250 Jahren noch. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wären die Gründerväter am 250. Geburtstag stolz auf ihre Vereinigten Staaten?
Die Einzelheiten
Nur ein knappes Fünftel der Amerikaner glaubt das. Die Männer, die in der Unabhängigkeitserklärung das unveräußerliche Menschenrecht auf Leben, Freiheit und Streben nach Glück verankerten, wären vielmehr „enttäuscht zu sehen, was aus den USA geworden ist“. Selbst unter den Republikaner-Anhängern sieht das, so die Gallup-Erhebung, in der zweiten Trump-Präsidentschaft nur jeder Vierte anders.
Vielleicht waren die Amerikaner noch nie so pessimistisch. Doch die Gründerväter wären wohl in vielen Momenten der Geschichte mindestens so erschrocken gewesen. Vergeblich hatten sie zu verhindern versucht, dass sich Parteien bilden.
Bei denen handelte es sich beinah zwei Jahrhunderte lang zwar eher um heterogene Wahlvereine als um ideologisch getriebene Kampfverbände. Doch die Vision einer Republik, in der weise (und weiße) „Aristokraten“ mit Bedacht und Ausgleich das Gemeinwohl förderten, zerbröselte spätestens in der populistischen Aufwallung, die 1829 Andrew Jackson ins Weiße Haus trug. Das Zeitalter des „einfachen Mannes“ war angebrochen.
Was Experten sagen
So war das nicht gedacht gewesen! -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Richter auf Lebenszeit schwingen sich zum politischen Akteur aufDie Verwerfungen, die aus dem Widerspruch zwischen der 1776 postulierten Gleichheit aller Menschen und dem faulen Kompromiss zur Sklaverei erwuchsen, gipfelten 1861 im Bürgerkrieg.
Auch der Machtzuwachs des zunehmend „imperialen“ Präsidenten im Zuge von Sozialstaatsaufbau und Kriegsführung im 20. Jahrhundert war nicht im Sinne der Republik-Erfinder. Die seit den Sechzigerjahren immer weiter zugespitzte, von interessierten Kräften geschürte Polarisierung der Gesellschaft brachte schließlich das Institutionengefüge aus dem Lot: Ein wegen Unfähigkeit zum Kompromiss gelähmtes System bot den auf Lebenszeit ernannten Obersten Richtern die Chance, mächtige politische Akteure zu werden.
Und der Kongress, eigentlich der Gigant der Gewalten, verzwergte sich unter Trump zum Wohle eines autokratisch geneigten Präsidenten. Hauptsache, eine rote Kappe: Im Weißen Haus ist eine Gedenkmütze für den 250. Geburtstag der USA ausgestellt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





