
AfD Mecklenburg-Vorpommern: Das Radikale hinter dem Schwiegersohn-Image
AfD Mecklenburg-Vorpommern : Das Radikale hinter dem Schwiegersohn-Image Von Julian Staib, Hamburg 10.05.2026, 10:26Lesezeit: 6 Min. Leif-Erik Holm wird auf dem AfD-Landesparteitag zum Ministerpräsidentenkandidaten für...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. AfD Mecklenburg-Vorpommern : Das Radikale hinter dem Schwiegersohn-Image Von Julian Staib, Hamburg 10. 2026, 10:26Lesezeit: 6 Min. Leif-Erik Holm wird auf dem AfD-Landesparteitag zum Ministerpräsidentenkandidaten für die Landtagswahl 2026 nominiert.
Picture AllianceDie AfD im Nordosten wirkt dank ihrer beiden Vorsitzenden gemäßigt. Doch das Gegenteil ist der Fall. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die AfD in Mecklenburg-Vorpommern hat nach außen ein sehr freundliches Gesicht.
Die Einzelheiten
Leif-Erik Holm, den Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten bei der anstehenden Landtagswahl, kennen viele im Land. In der DDR machte er einst eine Lehre als Elektromonteur, später arbeitete er lange als Moderator bei unterschiedlichen Radiosendern. Der AfD-Landesvorsitzende spricht geschliffen und unterhaltsam, tritt bürgernah auf.
Nichts Radikales haftet ihm an. Holm dient der AfD bei der Landtagswahl am 20. September als Aushängeschild und Zugpferd.
Er steht nicht auf der Landesliste, sondern setzt darauf, ein Direktmandat zu gewinnen. Und zwar ausgerechnet in Schwerin gegen die Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Wenn er verliert, bleibt er wie bisher Bundestagsabgeordneter der AfD in Berlin.
Was Experten sagen
Das zweite freundliche Gesicht seiner Partei ist Holms Ko-Landesvorsitzender Enrico Schult. Ihn beschreiben selbst seine politischen Gegner als Typ Schwiegersohn: freundlich und nahbar, im Auftreten alles andere als radikal. Formal ist er Spitzenkandidat seiner Partei – auf der Landesliste steht er an erster Stelle.
Sollte Holm kein Direktmandat gewinnen, wird Schult die Partei anführen. Neulich traten Holm und er zusammen auf, stellten selbstbewusst das „Regierungsprogramm“ ihrer Partei für die ersten 100 Tage an der Macht vor. Berührungspunkte nach rechts außen sind unvermeidlichDas Programm muss noch auf einem Parteitag Ende Mai abgesegnet werden, auch ist unklar, ob die AfD je im Nordosten regieren wird.
Doch Holm und Schult versprachen bei der Vorstellung rasche Reformen. Etwa eine „Generalinventur“ in der Verwaltung, wirtschaftliche Liberalisierung, mehr Lehrer in den Schulen, mehr Investitionen in die Polizei. Abgesehen von Holms Ankündigung, den Rundfunkstaatsvertrag kündigen zu wollen, hätte vieles auch von der CDU sein können.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





