
Ahrflut in NRW: Viel geschafft – und noch viel zu tun
Ahrflut in NRW : Viel geschafft – und noch viel zu tun Von Reiner Burger, Stolberg/Düsseldorf 14.07.2026, 06:25Lesezeit: 7 Min. Stolberg am 19. Juli 2021: Die Aufräumarbeiten haben begonnen.EPAGut die Hälfte der von der...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Ahrflut in NRW : Viel geschafft – und noch viel zu tun Von Reiner Burger, Stolberg/Düsseldorf 14. 2026, 06:25Lesezeit: 7 Min. Juli 2021: Die Aufräumarbeiten haben begonnen.
EPAGut die Hälfte der von der Jahrhundertflut 2021 betroffenen Kommunen in Nordrhein-Westfalen ist mit dem Wiederaufbau fertig. Andere werden noch Jahre brauchen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die große Brache im Herzen Stolbergs steht sinnbildlich dafür, wie viel auch fünf Jahre nach der verheerenden Juli-Flut in manchen betroffenen Orten noch zu tun ist.
Die Einzelheiten
Bis vor wenigen Monaten stand am Kaiserplatz die Rathaus-Ruine. Juli 2021 zerstörte die Flut im Keller des Hochhauses aus den 1970er-Jahren die Heizung, die Telefon- und die IT-Anlage. Auch im Erdgeschoss stand das Wasser mehr als einen Meter hoch.
Schnell war klar: Die Schäden sind zu groß, um das Gebäude zu sanieren. „Die Verwaltung war von einem Tag auf den anderen obdachlos geworden“, sagt Wilfried Sterck, der damals im Bauamt arbeitete. Bis heute sind die städtischen Ämter auf vier Standorte verteilt.
Umso wichtiger war es, dass die Ruine des Rathauses vor wenigen Monaten abgerissen werden konnte. „Ein Kapitel Stadtbaugeschichte endete – damit ein neues beginnen kann“, sagt Sterck, der heute Geschäftsführer der von der Stadt Stolberg für das Mammutprojekt Wiederaufbau gegründeten Bau- und Projektmanagement GmbH ist. Sterck deutet auf Pläne an der Wand hinter ihm.
Was Experten sagen
Statt in die Höhe will Stolberg sein neues Rathaus in die Breite bauen. Wilfried Sterck, Geschäftsführer der Stolberger Bau- und Projektmanagement GmbHReiner BurgerEs soll ein modernes, lichtdurchflutetes Gebäude aus Holz, Glas und Beton entstehen – hochwassersicher auf einem Podest und in der Höhe am davor gelegenen historischen Rathaus orientiert, das damit städtebaulich wieder besser zur Geltung kommen wird. Wenn alles läuft wie geplant, wird das neue Gebäude Ende 2030 eröffnet werden können und 95 Millionen Euro kosten.
Das neue Stolberger Rathaus ist eines der größten Wiederaufbau-Einzelprojekte in Nordrhein-Westfalen. Mitte Juli 2021 verursachte das hartnäckig festsitzende Tief Bernd vor allem in Rheinland-Pfalz und mehreren Regionen Nordrhein-Westfalens schwere Niederschläge. Durch den tagelangen Dauerregen konnten die gänzlich vollgesogenen Böden kein Wasser mehr aufnehmen, es kam zum enorm raschen, großräumigen Anschwellen vieler Flüsse und Bäche.
Besonders betroffen war das Ahrtal in Rheinland-Pfalz, wo die Sturzflut 134 Todesopfer forderte. In Nordrhein-Westfalen verloren 49 Menschen ihr Leben. In NRW sind größere Landstriche betroffen als in Rheinland-PfalzIm Vergleich zu Rheinland-Pfalz waren jedoch weit größere Landstriche von der Katastrophe betroffen: die Eifel und die Voreifel, der Kölner Raum, der Raum Hagen, Teile des Sauerlands.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




