
Ahrtal-Gedenktag: Warum Gordon Schnieder ausspricht, was Malu Dreyer verweigerte
Ahrtal-Gedenktag : Warum Gordon Schnieder ausspricht, was Malu Dreyer verweigerte Ein Kommentar von Edo Reents 15.07.2026, 15:58Lesezeit: 2 Min. Macht des Wortes: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Ahrtal-Gedenktag : Warum Gordon Schnieder ausspricht, was Malu Dreyer verweigerte Ein Kommentar von Edo Reents 15. 2026, 15:58Lesezeit: 2 Min. Macht des Wortes: Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Schnieder nach seiner Rede bei der zentralen Veranstaltung zum fünften Jahrestag der Flutkatastrophe auf dem Marktplatz von Bad Neuenahr-Ahrweiler.
dpaKann man sich für etwas entschuldigen, wofür man gar nichts kann? Gordon Schnieder beweist in seiner Rede zum Jahrestag der Flutkatastrophe Gespür für Dinge, die höher sind als Logik und Vernunft. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Entschuldigung: Keinen der 135 Toten aus dem Ahrtal macht dieses eine Wort wieder lebendig.
Die Einzelheiten
Wie sehr die Hinterbliebenen trotzdem darauf gewartet hatten, um mit der Katastrophe ein bisschen Frieden zu schließen, merkte man schon am Applaus derer, denen Gordon Schnieder es gewährte: „Dafür bitte ich als Ministerpräsident um Entschuldigung. “ Seine Vorvorgängerin Malu Dreyer, in deren Amtszeit sich die Katastrophe vor fünf Jahren ereignete – oder soll man sagen: deren Landesregierung sie zumindest in diesem grauenhaften Ausmaß zuließ? –, hatte es mit einer unter den Betroffenen zu Verbitterung führenden Beharrlichkeit abgelehnt, sich für eine Naturkatastrophe, um die es sich ja letztlich handelte, zu entschuldigen.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Wie sollte das auch gehen: Ich entschuldige mich für Hochwasser, Sturm, Hitze oder Eisregen? Spontan würde man da sagen: keine Ursache.
Das meint: keine Ursache, also kein Grund zur Entschuldigung, du kannst ja nun wirklich nichts dafür. So, rein von der allerdings doch recht kalten Logik der Sache her betrachtet, mag Malu Dreyer sich damit im Recht gefühlt haben. Wo blieb der landesmütterliche Instinkt?
Indes hätte schon ein landesmütterlicher Instinkt, eine Art seelsorgerisches Bedürfnis, das man sich bei einer solchen Heimsuchung ja gar nicht groß genug vorstellen kann, dafür sorgen können, auf solche Rechthabereien zu verzichten, von dem skandalösen Hin-und-her-Geschiebe der Verantwortlich-, ja, auch nur Zuständigkeit der Behörden ganz zu schweigen. „Dafür bitte ich als Ministerpräsident um Entschuldigung“: Der sprachkritische und hier auch nur theoretisch vorgebrachte Einwand, dass in solchen Fällen wohl besser um „Verzeihung“ gebeten würde – „Entschuldigung“ sagt man eher, wenn man in der Straßenbahn jemandem auf die Füße tritt –, ändert nichts daran, dass ein solcher Satz vielen Menschen schon viel früher gutgetan hätte, wie er es jetzt, aus Schnieders Mund, augenscheinlich tat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





