
Alibaba: Konzern verklagt US-Regierung gegen Einstufung als chinesisches Militärunternehmen
Technologie und Sicherheit Alibaba verklagt US-Regierung wegen Pentagon-Liste Alibaba wehrt sich gegen seine Aufnahme auf eine Pentagon-Liste mutmaßlicher chinesischer Militärunternehmen. Der Konzern spricht von einer...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Technologie und Sicherheit Alibaba verklagt US-Regierung wegen Pentagon-Liste Alibaba wehrt sich gegen seine Aufnahme auf eine Pentagon-Liste mutmaßlicher chinesischer Militärunternehmen. Der Konzern spricht von einer unbegründeten Einstufung und warnt vor schweren Schäden für sein US-Geschäft. 33 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Besucher gehen am Alibaba-Stand vorbei, am 22. Juni 2026 während der China International Supply Chain Expo (CISCE) in Peking, China Foto: Florence Lo / Der chinesische Technologiekonzern Alibaba geht juristisch gegen die US-Regierung vor.
Die Einzelheiten
Das Unternehmen reichte am Dienstag Klage bei einem Bundesgericht im kalifornischen San Jose ein, nachdem das Pentagon Alibaba Anfang Juni auf eine Liste mutmaßlicher chinesischer Militärunternehmen gesetzt hatte. Das US-Verteidigungsministerium hatte seine sogenannte Blacklist zuletzt auf 188 Unternehmen erweitert. Hintergrund ist die Sorge Washingtons, dass Chinas Militär von Technologien und Innovationen aus dem privaten Sektor profitieren könnte.
Alibaba wird vorgeworfen, über Verbindungen zum chinesischen Industrieministerium Teil der Strategie einer »militärisch-zivilen Fusion« zu sein. Zudem verweist das Pentagon auf eine indirekte Verbindung zur chinesischen staatlichen Vermögensaufsicht SASAC. Unternehmen verneint militärische ZweckeAlibaba weist die Vorwürfe entschieden zurück.
Die Einstufung entbehren jede rechtliche und tatsächliche Grundlage, erklärte der Konzern. Das Unternehmen werde von einem unabhängigen Vorstand geführt, dessen Mitglieder keine militärischen Verbindungen hätten. Die Produkte und Dienstleistungen dienten dem Onlinehandel, der Logistik und der Unternehmens-IT – nicht militärischen oder geheimdienstlichen Zwecken.
Was Experten sagen
Mit der Klage verlangt Alibaba die Streichung von der Pentagon-Liste. Das Verteidigungsministerium wollte sich mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht äußern. Die Aufnahme auf die Liste kommt keinen formellen Sanktionen gleich.
Allerdings dürfen US-Behörden des Verteidigungsministeriums seit diesem Monat keine neuen Verträge mit den betroffenen Unternehmen abschließen. Ab 2027 sollen zudem Beschränkungen für Beschaffungen über Drittanbieter greifen. Mehr zum Thema Chinesischer Onlinehändler: US-Regierung wirft Alibaba Unterstützung von Militäroperationen gegen die USA vor Liste des Pentagon: USA stufen Alibaba, Baidu und BYD als Unterstützer von Chinas Militär ein Technologieexport und Sicherheitsfragen: USA verschärfen Exportkontrollen für KI-Chips nach China Neben Alibaba wurden Anfang Juni auch weitere prominente chinesische Unternehmen auf die Liste gesetzt, darunter die Internetfirma Baidu, die Elektroautohersteller BYD und Nio sowie der Pharmadienstleister WuXi AppTec.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




