
Antisemitismus: Aufarbeitung der Festspiele – wie viel Hitler in Wagner steckte
Antisemitismus : Aufarbeitung der Festspiele – wie viel Hitler in Wagner steckte Von Jan Brachmann , Thiemo Heeg 20.07.2026, 20:23Lesezeit: 6 Min. Die große Bühne gewohnt: Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Antisemitismus : Aufarbeitung der Festspiele – wie viel Hitler in Wagner steckte Von Jan Brachmann , Thiemo Heeg 20. 2026, 20:23Lesezeit: 6 Min. Die große Bühne gewohnt: Katharina Wagner, künstlerische Leiterin und Geschäftsführerin der Bayreuther FestspieledpaEnde Juli beginnen die Wagner-Festspiele.
Noch immer ist das schwierige Nazi-Erbe ein dominantes Thema – und für Richard Wagners Urenkelin, die künstlerische Leiterin Katharina Wagner, ein Bereich mit Absturzgefahr. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Was „den Juden“ auszeichnet, wusste Richard Wagner sehr genau und detailliert zu schildern. „Der Jude“, so der Komponist und Schriftsteller, falle „im gemeinen Leben zunächst durch seine äußere Erscheinung auf“.
Die Einzelheiten
Sie habe etwas „unangenehm Fremdartiges“. „Wir wünschen unwillkürlich mit einem so aussehenden Menschen nichts gemein zu haben. “ Von dessen Sprache zeigte sich Wagner regelrecht „angewidert“.
Ein „zischender, schrillender, summsender und murksender Lautausdruck“ sei ihr eigen. „Hören wir einen Juden sprechen, so verletzt uns unbewußt aller Mangel rein menschlichen Ausdruckes in seiner Rede. “ Diese Formulierungen sind keine einmaligen rhetorischen Ausrutscher.
In seinem Aufsatz „Das Judenthum in der Musik“ von 1850 und 1869 dokumentiert Richard Wagner auf jeder der 57 Seiten seinen „natürlichen Widerwillen gegen jüdisches Wesen“. Dass Wagner in der Zeit des Nationalsozialismus abgöttisch verehrt wurde, Hitler in ihm einen geistigen Ahnen sah und die Bayreuther Festspiele zum Lieblingspflichtprogramm der Nazis gehörten, passt ins Bild. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen In diesem Jahr blickt die Welt noch intensiver nach Bayreuth als sonst schon. Die Festspiele, die am Samstag beginnen, feiern heuer ihr 150-jähriges Bestehen. Wagner selbst hatte sie 1876 begründet.
Natürlich geht es heute um viel mehr als „nur“ um Musik und um Kunst. Es geht, wie man selbst formuliert, um die „eigene historische Verantwortung“ – sowohl im Hinblick auf die antisemitischen Ansichten Richard Wagners als auch auf die spätere enge Verflechtung der Festspiele und von Teilen der Wagner-Nachkommen mit dem Nationalsozialismus. Von „Lohengrin“ bis zu „Tristan und Isolde“Mit dieser „Verantwortung“ betraut sieht sich vor allem Katharina Wagner, eine Urenkelin des „Ring“-Schöpfers.
Sie ist künstlerische Leiterin des Spektakels auf dem Grünen Hügel und zugleich Geschäftsführerin der Bayreuther Festspiele GmbH – seit 2008 zusammen mit ihrer älteren Halbschwester Eva, seit 2015 allein. Die 48-Jährige kennt ihren Urgroßvater und nicht nur ihn. In Bayreuth geboren, studierte sie in Berlin Theaterwissenschaften.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.



