
Antisemitismus: Zahl der Vorfälle in Deutschland bleibt hoch
Rias-Bericht für 2025 Anzahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland bleibt hoch 8725 antisemitische Vorfälle wurden im vergangenen Jahr in Deutschland erfasst.Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Rias-Bericht für 2025 Anzahl antisemitischer Vorfälle in Deutschland bleibt hoch 8725 antisemitische Vorfälle wurden im vergangenen Jahr in Deutschland erfasst. Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus spricht von einem »alltagsprägenden Phänomen« für Jüdinnen und Juden in Deutschland. 19 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Davidstern im Fenster einer Synagoge in Schwerin Foto: Philip Dulian / dpa Es geht von Schmierereien über Beleidigungen bis hin zu massiver Gewalt: Die Meldestellen des Bundesverbands Rias haben im vergangenen Jahr 8725 antisemitische Vorfälle erfasst. Das waren in etwa so viele wie 2024, aber mehr als dreimal so viele wie im Jahr vor dem Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7.
Die Einzelheiten
Wie schon 2024 ordnet Rias mehr als zwei Drittel der Vorfälle (68 Prozent) »israelbezogenem Antisemitismus« zu. Die Zahl der Vorfälle mit rechtsextremem Hintergrund wuchs laut Rias deutlich von 562 auf 807, auf einen Anteil von neun Prozent. Rias steht für Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus.
Die Stellen in zwölf Bundesländern dokumentieren und prüfen Fälle, die Betroffene oder Zeugen melden. Es sind also nicht nur strafbare Taten wie Angriffe, Bedrohungen oder Beleidigungen, sondern auch verletzende oder einschüchternde Äußerungen und Vorfälle im Alltag und im Internet. Vorfälle im Supermarkt oder in der SchuleDas Ausmaß antisemitischer Vorfälle bleibe sehr groß und eine Trendwende sei nicht in Sicht, schreibt Rias in seinem Jahresbericht.
»Für Jüdinnen und Juden in Deutschland blieb Antisemitismus damit auch 2025 ein alltagsprägendes Phänomen. « Mehr zum Thema Antisemitismus in Deutschland: Warum muss ich mich zu Netanyahu äußern? Ein Gastbeitrag von Rafael Seligmann Judenhass in Deutschland: Jede zweite jüdische Gemeinde erlebt antisemitische Vorfälle Rias zufolge wurden Jüdinnen und Juden häufig im Alltag Opfer von Antisemitismus.
Was Experten sagen
So wurden Gemeindemitglieder vor einem Gebetsraum beleidigt und gespuckt, Rabbiner im Supermarkt gestoßen oder Menschen im Bus mit der Leugnung der Schoa konfrontiert. Auch Schmierereien an Wohnhäusern und von Stolpersteinen sowie antisemitische Äußerungen am Arbeitsplatz, in Bars oder in Schulen dokumentierte die Stelle erneut. Brutaler Angriff am HolocaustmahnmalInsgesamt vier Fälle »extremer Gewalt« wurden laut Rias bekannt – im Vergleich zu acht Fällen im Jahr davor.
Darunter war 2025 etwa der Messerangriff eines inzwischen verurteilten Islamisten auf einen Touristen am Holocaustmahnmal in Berlin, wo der Täter Juden vermutete. Rias dokumentierte zudem 178 andere Angriffe (im Vergleich zu 187 im Jahr davor), 257 Bedrohungen (302) und 413 gezielte Sachbeschädigungen (447). In all diesen Kategorien zeigt die Rias-Statistik also einen Rückgang im Vergleich zu 2024.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





