
Artenschutz: Küken aus dem Kunstei
Artenschutz : Küken aus dem Kunstei Von Pia Heinemann 19.05.2026, 16:52Lesezeit: 3 Min. Frisch geschlüpftes Küken in seiner künstlichen Eierschale.ColossalIn den USA ist ein Vogel aus einem Ei geschlüpft, das im Labor...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Artenschutz : Küken aus dem Kunstei Von Pia Heinemann 19. 2026, 16:52Lesezeit: 3 Min. Frisch geschlüpftes Küken in seiner künstlichen Eierschale.
ColossalIn den USA ist ein Vogel aus einem Ei geschlüpft, das im Labor hergestellt wurde. Ein Meilenstein der Forschung. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Firma Colossal Biosciences ist immer für Überraschungen gut.
Die Einzelheiten
Sie hat bereits Mäuse hergestellt, deren Fell dem von Mammuts ähnelte. Und weiße Wölfe, die angeblich lebende Replika des ausgestorbenen Schattenwolfes („dire wolf“) sind. In all diesen Fällen hatte das Unternehmen Gene der ausgestorbenen Arten in das Erbgut ihrer heute lebenden Verwandten eingefügt, sodass diese ein paar Eigenschaften der Vergangenheit mitbekamen.
Mal waren es elf, mal 50 Genvarianten – aber ein komplettes Genom aus Zehntausenden von Genen wurde noch nie transferiert. Doch die Idee, oder muss man sagen: den Traum von der De-Extinktion verfolgt Colossal mit großem Eifer. Das Unternehmen will Tiere wie den Moa, den Tasmanischen Tiger, das Mammut und den Dodo zum Leben erwecken.
Mithilfe von Gen- und Stammzelltechnik und neuesten Verfahren der Reproduktionsmedizin soll es klappen. Und indem das Unternehmen hochkarätige Wissenschaftler aus aller Welt großzügig mit Geldern ausstattet, sodass sie ihre Forschung vorantreiben können. Wer Paläophantasie mag, wird Colossal lieben.
Was Experten sagen
Hilfe für Moa oder Spix-Ara? Nun hat die Firma bekannt gegeben, dass sie auf ihrem Weg einen neuen Meilenstein geschafft hat: Viele Küken sollen aus künstlichen Eiern vom Hühnereiformat geschlüpft sein. Klingt nach Jurassic Park?
Den Küken aus den Kunsteiern geht es dem Unternehmen zufolge gut. Colossal Biosciences via APSo sieh das künstliche Ei aus, in dem ein echtes Küken heranwachsen kann. Bislang gibt es zwar nur eine Pressemitteilung des Unternehmens.
Wie genau das künstliche Ei beschaffen ist, wie viele Küken geschlüpft sind, wie der Versuch gelungen ist – all das ist noch nicht unabhängig überprüfbar. Aber wenn stimmt, was Colossal schreibt, dann ist es gelungen, eine Eimembran zu erzeugen, durch die Gase hindurchdringen können, also beispielsweise Sauerstoff und Kohlendioxid, die während der Entwicklung des Vogelembryos verbraucht werden und entstehen. Bislang gab es bereits künstliche Membranen, in denen echte Eier ersetzt werden konnten – aber es waren Einzelfälle.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




