
Astronomie: Zuckermolekül im interstellaren Raum entdeckt
Zuckermolekül im Weltraum Forscher entdecken süße Gaswolke in der Milchstraße Der Zucker Erythrulose kommt in Himbeeren vor und dient als Wirkstoff in Selbstbräunern. Jetzt haben ihn Astronomen auch im interstellaren...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Zuckermolekül im Weltraum Forscher entdecken süße Gaswolke in der Milchstraße Der Zucker Erythrulose kommt in Himbeeren vor und dient als Wirkstoff in Selbstbräunern. Jetzt haben ihn Astronomen auch im interstellaren Raum nachgewiesen. Das hat Bedeutung für unsere Vorstellung vom Ursprung des Lebens.
28 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Yebes-Observatorium in Spanien: Spurensuche im All Foto: Marcos del Mazo / LightRocket / Getty Images aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Astronomen haben erstmals das Zuckermolekül Erythrulose in einer Gaswolke im Weltraum nachgewiesen. Diese liege nahe am Zentrum der Milchstraße, berichtet das internationale Forschungsteam im Fachblatt »Nature Astronomy«. Es stieß in der Gaswolke G+0.
027 auf die charakteristische Signatur von Erythrulose. Das Zuckermolekül besteht aus vier Kohlenstoff-, acht Wasserstoff- und vier Sauerstoffatomen. Die Entdeckung stärkt die Hypothese, dass viele lebenswichtige Moleküle bereits im Weltall entstanden und von dort auf die Erde gelangt seien, schreibt das Team.
Was Experten sagen
»Zucker sind essenzielle Biomoleküle, die als metabolische Energielieferanten und als wichtige Bausteine der Erbsubstanz dienen«, erläutert das Team um Izaskun Jiménez-Serra vom spanischen Zentrum für Astrobiologie in Torrejón de Ardoz. »Eine zentrale Frage bei der Erforschung der Ursprünge des Lebens ist, wie einfache Zucker auf der frühen Erde entstehen konnten. « Denn wie Laborexperimente zeigen, war die Bildung solcher Moleküle unter den damaligen Bedingungen äußerst schwierig.
Zucker vor allem in festen Körpern aus dem All entdecktBereits 2019 gelang es, den Zucker Ribose, einen wichtigen Bestandteil der Erbinformation, in zwei auf die Erde gefallenen Meteoriten nachzuweisen. Er enthält ein Gerüst aus fünf Kohlenstoffatomen. In Bodenproben vom Asteroiden Bennu, die von der Raumsonde Osiris-Rex zur Erde gebracht wurden, stießen Wissenschaftler zudem auf Glukose – also den durch Photosynthese in Pflanzen entstehenden Traubenzucker mit sechs Kohlenstoffatomen.
Im interstellaren Raum hatten US-Forscher bereits im Jahr 2000 Glycolaldehyd entdeckt und von »Zucker« gesprochen. Allerdings ist umstritten, ob diese Verbindung als sehr einfache Form von Zucker bezeichnet werden kann. 2008 spürten Forschende Glycolaldehyd in einem Sternentstehungsgebiet weit entfernt vom Zentrum der Milchstraße auf.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





