
„Audienz oder Aufstand“: Schon wieder ein Instagram-Appell an Putin
„Audienz oder Aufstand“ : Schon wieder ein Instagram-Appell an Putin Von Friedrich Schmidt 28.06.2026, 20:51Lesezeit: 4 Min. Ein Standbild aus dem Videoappell von Alexandr Lunins...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. „Audienz oder Aufstand“ : Schon wieder ein Instagram-Appell an Putin Von Friedrich Schmidt 28. 2026, 20:51Lesezeit: 4 Min. Ein Standbild aus dem Videoappell von Alexandr Lunins Instagram-Accountluninalexandr1987/InstagramVeteran und Videoblogger Alexandr Lunin fordert eine Audienz bei Wladimir Putin und warnt vor Aufruhr.
Bald durchsucht die Polizei sein Haus und nimmt ihn fest. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Soziale Medien, die in Russland eigentlich blockiert sind, haben einen Veteranen aus dem Dorf Lisinowka im südwestlichen Gebiet Woronesch binnen weniger Tage bekannt gemacht, ihm wohl aber auch eine Razzia und Arrest eingetragen. Am vergangenen Donnerstag forderte der 39 Jahre alte Videoblogger Alexandr Lunin, der sich zu diesem Anlass trotz sommerlicher Wärme seine mit Orden behängte Jacke angezogen hatte, den russischen Herrscher auf, ihn zu treffen.
Die Einzelheiten
Wenn Wladimir Putin ihm nicht „in nächster Zeit“ eine „Audienz“ im Kreml gewähre, auf der er in direkter Fernsehübertragung „die ganze Wahrheit darüber, was bei uns im Land jetzt vor sich geht“ erzählen könne, werde das „sehr ernste Folgen haben“, sagte Lunin. In diesem Fall werde „die Armee ihre Waffen gegen den Kreml wenden“. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Als Problem schildert Lunin in dem nur gut eineinhalb Minuten dauernden Clip die vielfach berichtete Praxis, dass russische Soldaten von den eigenen Kommandeuren um Geld erpresst und gequält werden, wenn sie sich weigern, „dumme, selbstmörderische Befehle“ zu befolgen, oder gar getötet werden, „annulliert“ im Kriegsjargon. Das betreffe derzeit „Hunderte, Tausende Soldaten“. Erinnerungen an PrigoschinLunins Appell verbreitete sich in Windeseile, wurde allein auf dem in Russland nur über VPN aufzurufenden Netzwerk Instagram millionenfach aufgerufen.
Journalisten überprüften Lunins Vita. Demnach kämpfte er bald nach dem Überfall auf die Ukraine von 2022 mit einem Freiwilligenbataillon in der Südukraine, erst als Schütze, dann als Leiter eines Spähtrupps. Den Journalisten erzählte Lunin, später habe er als Soldat im westrussischen Gebiet Kursk gekämpft, sei verwundet und 2025 wegen Ungehorsams entlassen worden.
Was Experten sagen
Externer Inhalt von Instagram Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf. USA) verarbeitet werden.
Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Spätestens seit Jewgenij Prigoschins Aufstand vor fast genau drei Jahren ist der nun von Lunin skizzierte Aufstand ein Horrorszenario für den Kreml. Davon zeugt, dass offiziell in Russland niemand mehr über den Milizenführer spricht, den im August 2023 ein Flugzeugabsturz mit seinen engsten Mitstreitern in den Tod riss.
Inoffiziell wird Prigoschin in seiner Heimatstadt Sankt Petersburg weiter verehrt. Anders als Prigoschin verfügt Lunin nicht über bewaffnete Kräfte.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





