
Aus der Isolation: Kim Jong-un gewinnt Status und Spielraum
Aus der Isolation : Kim Jong-un gewinnt Status und Spielraum Ein Kommentar von Sara Wagener 25.06.2026, 22:23Lesezeit: 3 Min. Kim Jong-un empfängt Xi Jinping zum Besuch am 9. Juni 2026 am Flughafen von Pjöngjang. Das...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Aus der Isolation : Kim Jong-un gewinnt Status und Spielraum Ein Kommentar von Sara Wagener 25. 2026, 22:23Lesezeit: 3 Min. Kim Jong-un empfängt Xi Jinping zum Besuch am 9.
Juni 2026 am Flughafen von Pjöngjang. Das Foto stammt von der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA. KCNA via KNS via APChina und Russland ringen um Einfluss über Nordkorea.
Die Einzelheiten
Kim nutzt das für Zugeständnisse – aber seine Position bleibt wackelig. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Manchmal ist vor allem das wichtig, was nicht gesagt wird. Nach dem Besuch Xi Jinpings in Pjöngjang Anfang Juni fehlte in den chinesischen Verlautbarungen jeder Verweis auf eine Denuklearisierung Nordkoreas.
Dabei ist es durchaus so, dass die nukleare Aufrüstung des kleineren Nachbarn Peking Sorge bereitet, könnte sie doch zu nuklearen Bestrebungen in Japan und Südkorea führen und die ganze Region destabilisieren. Auf seiner vorherigen Reise nach Nordkorea 2019 hatte Xi das Thema noch angesprochen. Aber inzwischen hat Nordkorea mit Russland einen großen Verbündeten neben China.
Nicht nur in der Atomwaffenfrage stärkt Moskau Pjöngjang den Rücken – Kim Jong-uns nuklearen Kurs hatte es schon 2024 akzeptiert. Im Gegenzug für nordkoreanische Soldaten, Munition und Güter mit doppeltem Verwendungszweck, die im Krieg gegen die Ukraine zum Einsatz kommen, schickt Russland unter anderem technisches Wissen, Waffen und Lebensmittel an UN-Sanktionen vorbei in das abgeschottete Land. Nordkorea braucht sie, um sein Militär zu modernisieren und die Eliten des Regimes zu versorgen.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Peking muss nun um Einfluss ringenDer monetäre Wert von Moskaus Lieferungen ist dabei Analysten zufolge gering. Die größeren Zugewinne macht Kim bei Status und Spielraum.
Der große Bruder China war es gewohnt, die wichtigste wirtschaftliche Lebensader Nordkoreas und sein stärkster Schutz vor internationalen Sanktionen zu sein. Peking konnte das Überleben des Regimes stützen und sich gleichzeitig gegen unliebsame Vorhaben wie die Proliferation stellen. Nun muss Peking um seinen Einfluss auf Nordkorea ringen.
Neben Pekings Einknicken bei Pjöngjangs Atomwaffenprogramm ist das auch an der langen Liste von Bereichen zu sehen, in denen Xi die Zusammenarbeit vertiefen will: Handel, Wissenschaft und Technologie, Strafverfolgung, Militär und die Wiederaufnahme ziviler Flug- und Bahnverbindungen. In nordkoreanischen Stellungnahmen kommt nur ein Teil dessen vor: ein Zeichen, dass Nordkorea sich Zurückhaltung gegenüber China leisten kann. Auch auf symbolischer Ebene ist zu sehen, wie Peking um Nordkorea wirbt.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





