
Kaufhauskette Galeria bekommt Millionenkredit – aber Schließungen geplant
Angeschlagene Kaufhauskette Millionenkredit für Galeria – aber Schließungen geplant Die kriselnde Warenhauskette Galeria erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Der damit verbundene Sanierungsplan könnte für einen...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Angeschlagene Kaufhauskette Millionenkredit für Galeria – aber Schließungen geplant Die kriselnde Warenhauskette Galeria erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Der damit verbundene Sanierungsplan könnte für einen Teil der Beschäftigten jedoch schmerzhafte Folgen haben. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Galeria in Frankfurt am Main Foto: Joko / IMAGO Galeria verschafft sich Luft: Die angeschlagene Warenhauskette erhält eine neue Kreditfinanzierung von bis zu 160 Millionen Euro, wie eine Sprecherin in Düsseldorf mitteilte. Zugleich sind weitere Filialschließungen vorgesehen.
Die Einzelheiten
Die Kreditlinie stellt die US-Investmentgesellschaft Gordon Brothers bereit, abgesichert durch die Ware von Galeria. Die Verhandlungen zogen sich über Wochen hin. Voraussetzung für die Zusage war ein von der Unternehmensberatung AlixPartners erstelltes Gutachten zur wirtschaftlichen Lage von Galeria.
Zuvor hatten auch das »Handelsblatt« und die »Wirtschaftswoche« über den neuen Kredit berichtet. Das Geld ist an einen auf drei Jahre angelegten Sanierungsplan geknüpft, der jetzt umgesetzt werden soll. Der Einzelhändler will dabei unter anderem prüfen, welche Standorte rentabel sind, und mit Vermietern über Mietsenkungen sowie flexiblere Konditionen verhandeln.
»Wir durchleuchten das gesamte Filialnetz, denn jedes Haus soll künftig wirtschaftlich tragfähig sein«, sagt Galeria-Geschäftsführer Tilo Hellenbock. Als Grund für die Maßnahmen nennt das Unternehmen unter anderem das anhaltend schwache Konsumklima im stationären Einzelhandel. Bestehender Kredit soll abgelöst werdenEtwa 30 der derzeit 83 Warenhäuser gelten als Wackelkandidaten und sollen besonders gründlich in den Blick genommen werden.
Was Experten sagen
Galeria dürfte in drei Jahren ein deutlich kleineres Filialnetz haben – so berichten es Beteiligte, die über die Pläne informiert sind. Hellenbock zufolge wird allerdings auch in Betracht gezogen, an früheren Standorten wieder Filialen zu eröffnen. Unklar ist, wie viel von dem neuen Geld für Investitionen, zum Beispiel in die Filialen, übrig bleibt.
Zunächst soll ein Kredit des Minderheitsgesellschafters Bain Capital abgelöst werden. Dem Vernehmen nach geht es dabei um etwa 80 Millionen Euro. Mehr zum Thema Stimmung bei Signa vor dem Kollaps: »Es ist einfach so ein räudiges Ende« Von Kristina Gnirke Kriselnder Warenhauskonzern: Die Zocker von Galeria Von Kristina Gnirke Umsatz, Gewinn, Kundenzahlen unter Druck: Kaufhauskonzern Galeria taumelt geschwächt ins neue Jahr Von Kristina Gnirke Hinzu kommen noch ausstehende Mietzahlungen.
Mehrere Vermieter hatten zuletzt beklagt, dass Mieten von Galeria gar nicht oder nur teilweise gezahlt wurden. Das Unternehmen begründete dies mit Liquiditätsschwankungen und räumte ein, die Vermieter um eine Stundung gebeten zu haben.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




