
Ausbildung: Zahl der Ausbildungsverträge im Handwerk steigt viertes Jahr in Folge
Weniger Fabrik, mehr Werkstatt Ausbildungszahlen im Handwerk steigen Industriebranchen stecken in der Krise – und das Handwerk profitiert: Im vierten Jahr in Folge nehmen die Ausbildungsverträge zu. Der Boom wird durch...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Weniger Fabrik, mehr Werkstatt Ausbildungszahlen im Handwerk steigen Industriebranchen stecken in der Krise – und das Handwerk profitiert: Im vierten Jahr in Folge nehmen die Ausbildungsverträge zu. Der Boom wird durch mehrere Treiber befördert. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern KI-sichere Berufswahl: Eine Kunstschmiedin in Ausbildung arbeitet mit einem Schweißbrenner an Blütenverzierungen aus Eisen. Foto: Christian Charisius / dpa / picture alliance In der Gesamtwirtschaft sinken die Ausbildungszahlen, aber das Handwerk stemmt sich gegen den Trend.
Die Einzelheiten
Jörg Dittrich, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, spricht von einem Lichtblick in einer insgesamt schwierigen Lage: »Wir steuern auf das vierte Jahr in Folge mit steigenden Neuvertragszahlen zu. « Zwischen Januar und Juni 2026 seien bereits knapp 67. 800 neue Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrollen eingetragen – über 3160 Verträge beziehungsweise 4,9 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.
»Einen so hohen Juni-Wert hatten wir zuletzt 2018. Das ist eine nachdrückliche Botschaft: Junge Menschen entscheiden sich bewusst für das Handwerk. « Obwohl das Ausbildungsjahr in vielen Bundesländern bereits Anfang August beginne, sei ein Ausbildungsstart noch bis weit in den Herbst hinein möglich.
»Allein über die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern werden derzeit noch Auszubildende für 20. 460 offene Ausbildungsstellen gesucht. « In einigen Kammerbezirken gebe es sogar zweistellige Zuwächse.
Was Experten sagen
Handwerk biete sichere und gute Jobs, so Dittrich. »Ein Beispiel ist ein Elektromeister aus Stuttgart mit einem Betrieb von 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Er hatte über Jahre Schwierigkeiten, seine drei oder vier Ausbildungsplätze im Umfeld der Automobilindustrie zu besetzen.
Jetzt hat er 90 Bewerbungen. «Dittrich nennt vier Gründe für das neue Wachstum: Teile der Industrie hätten die Zahl ihrer Ausbildungsplätze aufgrund der Weltmarktlage massiv verringertAußerdem hätten sich die Verdienst- und Karrieremöglichkeiten im Handwerk verbessertUnd die Imagekampagne des Handwerks sei »offensichtlich in der Gesellschaft angekommen« Auch künstliche Intelligenz (KI) sei ein Treiber des Wachstums: »Junge Menschen erkennen, dass das Handwerk eine echte Alternative bietet, wenn sie einen sicheren Job haben wollen. «Die Verantwortung des Handwerks bei der Ausbildung müsse entsprechend gewürdigt werden, forderte Dittrich.
Die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung müsse endlich gesetzlich verankert werden. »Und sie muss an der finanziellen Ausstattung deutlich werden. « Die Bildungszentren hätten erheblichen Sanierungsbedarf.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




