
Auslandssemester in den USA: „Es ist eher das Gefühl: Da will ich nicht mehr hin“
Auslandssemester in den USA : „Es ist eher das Gefühl: Da will ich nicht mehr hin“ Von Astrid Ludwig 01.07.2026, 08:45Lesezeit: 5 Min. Hier studieren auch Hessen: die University of Wisconsin in MadisonGettyAn hessischen...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Auslandssemester in den USA : „Es ist eher das Gefühl: Da will ich nicht mehr hin“ Von Astrid Ludwig 01. 2026, 08:45Lesezeit: 5 Min. Hier studieren auch Hessen: die University of Wisconsin in MadisonGettyAn hessischen Unis sind die Zahlen der Bewerber für einen USA-Austausch teils drastisch zurückgegangen.
Liegt das an der Angst vor Unruhen im Land oder Schikanen bei der Einreise? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Früher“, sagt Johannes Müller, „zählten die Austauschplätze in den USA mit zu den meistbegehrten. Wir hatten immer dreimal so viele Bewerberinnen und Bewerber wie Plätze.
Die Einzelheiten
“ Rund 15 bis 20 Studenten der Frankfurter Universität können jedes Jahr für ein Semester an US-Partneruniversitäten etwa in Wisconsin, Massachusetts, New Jersey oder Kalifornien wechseln. Für den Austausch in diesem Jahr jedoch hatte die Goethe-Uni Schwierigkeiten, überhaupt alle Plätze zu besetzen. Es gab nicht nur weniger Interessenten, sondern auch Bewerber, die auf ihren schon zugesagten Austauschplatz verzichteten.
Die Zahl der Interessenten habe sich fast halbiert, bilanziert Müller, Leiter des Global Office der Goethe-Universität. Für diese Entwicklung gibt es eine Reihe von Gründen, doch alle hängen mit der Wiederwahl von Donald Trump Ende 2024 zusammen. Abschreckend wirken etwa die Unruhen, die die US-amerikanische Einwanderungs- und Zollbehörde ICE mit einer Welle an brutalen Verhaftungen und Abschiebungen von Migranten im Land ausgelöst hat.
Hinzu kommt die Diskussion über verschärfte Einreisebestimmungen. Schon jetzt müssen USA-Reisende Einblick in ihre Social-Media-Aktivitäten geben. Zuletzt geisterten auch die Einführung eines DNA-Nachweises und die Offenlegung aller E-Mail-Accounts der vergangenen fünf Jahre durch die Medien.
Was Experten sagen
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Furcht vor Übergriffen ist nicht der Hauptgrund2025 führten unklare Visaprozesse zu Unsicherheit – so gab es einen zeitweisen Stopp für Interviews, die Studenten verpflichtend in Konsulaten oder der US-Botschaft führen müssen, bevor ihnen eine Aufenthaltserlaubnis ausgestellt wird. Aktuell werden Visa nicht mehr an alle Studenten vergeben.
Hochschüler etwa aus Iran, Afghanistan, Syrien, Burma, Laos oder Kongo werden nicht mehr ins Land gelassen. Nach Gesprächen mit jungen Austauschwilligen nimmt Global-Office-Leiter Müller jedoch nicht primär verschärfte Einreiseregeln als Grund für das sinkende Interesse an den USA wahr. „Es ist auch nicht unbedingt die diffuse Angst vor Übergriffen der Behörden, sondern eher das Gefühl, da will ich nicht mehr hin.
“Der studentische Austausch mit Universitäten in den USA läuft bisher auf mehreren Ebenen. Die meisten Hochschulen in Hessen und Rhein-Main haben für einen Direktaustausch bilaterale Verträge mit einzelnen Partnerunis in den Vereinigten Staaten abgeschlossen. Es gibt aber auch Länderpartnerschaften.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





