
Ausstieg aus Fregatten-Projekt F126: Rheinmetall-Aktie bricht ein
Ausstieg aus Fregatten-Projekt F126 Aktie von Rheinmetall bricht ein, TKMS-Papiere deutlich im Plus Die Bundesregierung stoppt das Fregatten-Projekt F126. Rheinmetall entgeht damit ein Großauftrag. Die Börse reagiert:...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Ausstieg aus Fregatten-Projekt F126 Aktie von Rheinmetall bricht ein, TKMS-Papiere deutlich im Plus Die Bundesregierung stoppt das Fregatten-Projekt F126. Rheinmetall entgeht damit ein Großauftrag. Die Börse reagiert: Die Aktie des Rüstungskonzerns stürzt ab.
20 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Fregatte »Nordrhein-Westfalen« (F223) der Deutschen Marine: Fregatten vom Typ F126 kommen wohl nicht Foto: Christian Charisius / dpa Es war eins der größten Rüstungsprojekte in der Geschichte der Marine: der Bau der Fregatten vom Typ F126.
Die Einzelheiten
Doch nun stoppt die Bundesregierung das milliardenschwere Vorhaben und will stattdessen acht andere Kriegsschiffe für die U-Boot-Jagd beschaffen. Damit bestätigte das Verteidigungsministerium einen SPIEGEL-Bericht . Das Ministerium begründet den Schritt mit erheblichen Verzögerungen und drohenden Kostensteigerungen bei dem Vorhaben.
Anstelle der ursprünglich geplanten sechs Fregatten vom Typ F126 sollen acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS gekauft werden, sofern der Haushaltsausschuss des Bundestages zustimmt. Anleger hatten bereits am Morgen auf den SPIEGEL-Bericht reagiert. TKMS-Aktien schossen zwischenzeitlich gut elf Prozent nach oben.
Dagegen brachen Rheinmetall-Aktien in der Spitze um 13,6 Prozent ein. Rheinmetall stand kurz vor der Unterzeichnung eines Vertrags zur Übernahme des F126-Fregattenprogramms vom niederländischen Schiffbauer Damen im zweiten Quartal, hatte Vorstandschef Armin Papperger im vergangenen Monat gesagt. Damit werden Rheinmetall-Aktien nach mehr als einem Jahr wieder unter 1000 Euro gehandelt.
Was Experten sagen
Im Vergleich zum Rekordhoch im vergangenen Oktober hat sich der Kurs aktuell halbiert. Analyst David Perry von JPMorgan bezifferte den eigentlich für Rheinmetall vorgesehenen Auftragswert für Fregatten des Typs F126 auf zwölf Milliarden Euro. Das diesjährige Ziel für den Auftragseingang könnte ohne das Großprojekt verfehlt werden, sagte er.
Rheinmetall wollte sich dazu nicht äußern. Die Nachricht setzte auch die deutschen Rüstungswerte Hensoldt und Renk unter Druck. Mehr zum Thema Nach Milliardenausgaben: Pistorius will Fregatten-Projekt F126 beenden Von Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger Erhöhter Wehretat: Rechnungshof warnt vor überhöhten Rüstungspreisen Ursprünglich sollten die sechs F126-Fregatten rund zehn Milliarden Euro kosten.
Nachdem der niederländische Generalunternehmer Damen Schelde Naval Shipbuilding (DSNS) den Zeit- und Kostenrahmen nicht einhalten konnte, wurde im Ministerium ein Wechsel geprüft. Dieser hätte die Gesamtkosten jedoch auf über 18 Milliarden Euro ansteigen lassen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





