
Badeunfälle: Ertrinken geschieht leise
Badeunfälle : Ertrinken geschieht leise Von Marie Ladstätter , Daniel Meuren 05.07.2026, 11:56Lesezeit: 7 Min. Ein Tag am See: Wie hier am Rodgauer Baggersee schwimmt immer auch ein wenig Gefahr mit.Maximilian von...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Badeunfälle : Ertrinken geschieht leise Von Marie Ladstätter , Daniel Meuren 05. 2026, 11:56Lesezeit: 7 Min. Ein Tag am See: Wie hier am Rodgauer Baggersee schwimmt immer auch ein wenig Gefahr mit.
Maximilian von LachnerAm Hitzewochenende starben in Deutschland 26 Menschen in Flüssen und Seen. Rettungsschwimmer erklären, warum aus Abkühlung schnell Lebensgefahr werden kann – und wie trügerisch Vorstellungen vom sicheren Schwimmen sind. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Zwei Wochen ist es her, dass drei Männer tot aus dem Rhein geborgen wurden, die alle von Hessen aus ins Wasser gegangen waren.
Die Einzelheiten
Sie waren 23, 27 und 50 Jahre alt. Nach bisherigen Erkenntnissen geht die Polizei von Unglücksfällen aus. Am vergangenen Samstag ertrank abermals jemand – ein 40 Jahre alter Mann im Waldsee bei Raunheim.
Dass alle vier Todesopfer Männer waren, sei kein Zufall, sagt Michael Hohmann, Präsident des hessischen Landesverbands der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). „Ertrinken ist männlich“, sagt er. „Am vergangenen Hitzerekord-Wochenende gab es in Deutschland 26 Badetote – davon waren 100 Prozent Männer.
“ Hohmann führt das vor allem auf Selbstüberschätzung zurück. Gelegentlich spiele auch der Einfluss von Alkohol eine Rolle. „Außerdem vermute ich, dass sich manche Nichtschwimmer nicht trauen, das vor ihren Freunden zuzugeben“, sagt er.
Was Experten sagen
Statt ihre Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, gingen sie trotzdem ins Wasser. „So schwer kann das Schwimmen doch nicht sein“, mit diesen Worten fasst Hohmann diese Haltung zusammen. Mitunter reichen dann wenige Minuten für einen tödlichen Badeunfall.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Tote durch Ertrinken gibt es jedes Jahr. Laut DLRG-Statistik kamen in Deutschland im Jahr 2025 mindestens 393 Menschen auf diese Weise ums Leben, 82 Prozent davon waren Männer.
Die meisten Unglücke ereigneten sich in freien Gewässern: Seen, Flüssen oder Bächen. In Hessen waren es 19 Tote – sieben mehr als im Jahr 2024. Flache Atmung verhindert AuftriebGerade beim Schwimmen seien die Gefahren oft unsichtbar: Bei 40 Grad Außentemperatur und einem spiegelglatten See sei die Versuchung groß, einfach ins Wasser zu springen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.



