
Bayern: Hymnenpflicht bei Abschlussfeiern an Schulen kommt
Bei Abschlussfeiern Hymnenpflicht an Bayerns Schulen kommt zum nächsten Schuljahr Bei Schulabschlussfeiern in Bayern müssen künftig mindestens zwei Hymnen abgespielt werden. Die von der CSU forcierte Pflicht wird jedoch...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bei Abschlussfeiern Hymnenpflicht an Bayerns Schulen kommt zum nächsten Schuljahr Bei Schulabschlussfeiern in Bayern müssen künftig mindestens zwei Hymnen abgespielt werden. Die von der CSU forcierte Pflicht wird jedoch nicht so rasch umgesetzt, wie von Ministerpräsident Söder gewünscht. 21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Europa-, Deutschland- und Bayernflagge Foto: Peter Kneffel / dpa Die von der CSU geforderte Hymnenpflicht an bayerischen Schulen kommt – aber erst vom kommenden Schuljahr an. Bei Abschlussfeiern müssen künftig mindestens zwei Hymnen gespielt werden, darunter auf jeden Fall die Bayernhymne.
Die Einzelheiten
Das geht aus einem Schreiben des Kultusministeriums an alle weiterführenden Schulen in Bayern hervor. Die CSU hatte eigentlich alle drei Hymnen – National-, Europa- und Bayernhymne – für Schulabschlussfeiern vorschreiben wollen. Und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte eigentlich auf ein Inkrafttreten der neuen Vorschrift schon zu diesem Schuljahresende gedrungen.
»Ab dem Schuljahr 2026/2027 müssen bei festlichen Schulveranstaltungen zur Verleihung von Abschlusszeugnissen immer die Bayernhymne und mindestens eine weitere Hymne (deutsche Nationalhymne und/oder Europahymne) in würdig-feierlicher Weise in den Festakt integriert werden«, heißt es nun in dem Schreiben des Ministeriums. Dieses sei Resultat eines Austausches mit der Schulfamilie, darunter auch Vertreter der verschiedenen Verbände, hieß es vom Ministerium als Erläuterung. Keine »Mitsingpflicht«Ob die Hymnen beispielsweise vom Band oder von einer Musikgruppe gespielt werden, liegt dem Schreiben zufolge »im Ermessen der Schulleitung und richtet sich nach den Möglichkeiten der einzelnen Schule«.
Eine Mitsingpflicht bestehe nicht. Aber: »Durch das Aushändigen von Textblättern soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Abschlussfeier jedoch ein textsicheres Mitsingen ermöglicht werden. « Damit setzt das Kultusministerium unter Ministerin Anna Stolz (Freie Wähler) einen Vorstoß der CSU um, der auf dem Parteitag im vergangenen Dezember seinen Ausgang genommen hatte.
Was Experten sagen
Die Junge Union hatte damals einen Antrag eingebracht und dafür eine Mehrheit der Parteitagsdelegierten bekommen. In dem Antrag hieß es, die CSU-Abgeordneten in Bund und Land sollten sich »für ein verpflichtendes Spielen der Nationalhymne und der Europahymne sowie in Bayern der Bayernhymne zu gesellschaftlich relevanten Anlässen wie der Verleihung von Schul- und Berufsabschlüssen« einsetzen. Söder hatte im Januar gefordert, die Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen rasch umzusetzen.
Möglichst schon zum Schuljahresende sollten die Hymnen gespielt oder gesungen werden, sagte er auf der CSU-Fraktionsklausur im Kloster Banz.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





