
Bereitschaft zu Reformen: Ist die SPD jetzt eine andere Partei?
Bereitschaft zu Reformen : Ist die SPD jetzt eine andere Partei? Von Mona Jaeger, Berlin 13.07.2026, 10:03Lesezeit: 4 Min. Die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil nach einer Pressekonferenz im...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Bereitschaft zu Reformen : Ist die SPD jetzt eine andere Partei? Von Mona Jaeger, Berlin 13. 2026, 10:03Lesezeit: 4 Min.
Die SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas und Lars Klingbeil nach einer Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus in Berlin Ende MärzEPADie SPD ist bei Rente und Arbeitsmarkt zu großen Reformschritten bereit, wie die vergangenen Wochen gezeigt haben. Doch gilt das für die ganze Partei? Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App An der Spitze der SPD reden sie jetzt anders.
Die Einzelheiten
Darauf sind die Protagonisten stolz, nicht wenige in der Partei aber sind es ganz und gar nicht. Eine Abgeordnete erinnert sich daran, wie die vier Parteivorsitzenden von SPD, CDU und CSU vor wenigen Tagen an einem sonnigen Morgen im Garten des Kanzleramts standen und lächelten, als sie die Maßnahmen des Reformpakets vorstellten. Auch Bärbel Bas und Lars Klingbeil hätten gelächelt zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses, die von den Bürgern ja auch etwas abverlangten.
„Die Bürger und die Genossen nehmen uns übel, dass wir den Eindruck vermittelt haben, die SPD unterstütze die Einschnitte“, so die Abgeordnete. Da wird der Konflikt zwischen der Parteiführung und einem großen Teil der Fraktion sowie der sozialdemokratischen Funktionäre schon deutlich: Begreift man die Reformen, die nun auf den Weg gebracht wurden, auch als eigenes Projekt – oder versucht man nur, noch weiter gehende Pläne der Union zu verhindern? Es geht um den künftigen Charakter der SPD.
-Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F. bei Google bevorzugen Arbeitsministerin Bas spricht jetzt andersBesonders auffällig war, wie SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bas bei der Vorstellung des Reformpakets sprach. Sie sagte, es müssten sich alle bewegen, damit Deutschland ein starkes Land bleibe und gute Jobs erhalten blieben.
Was Experten sagen
Dazu gehöre auch, mehr Flexibilität im Arbeitsrecht zu schaffen, etwa durch die Ausweitung der Befristungen. Das sei einigen Unternehmen besonders wichtig gewesen, etwa den Start-ups. Insgesamt sei das alles ein „richtig guter Schritt“.
So hatte man Bas lange nicht reden gehört. Die Arbeitsministerin war von den Arbeitgebern eher als Gegnerin denn als Verbündete wahrgenommen worden. Schließlich hatte sie gedroht, dort zu bremsen, wo Arbeitnehmerrechte beschnitten werden sollten.
Und auch wenn sie in Bas’ Umfeld nun sagen, die Ministerin habe doch schon immer so positiv über Reformen gesprochen, wundern sie sich auch in ihrer eigenen Partei bisweilen über die neue Tonlage. Frust nach Kritik an Elterngeld-KürzungLange Zeit war nicht klar, ob sich dieser reformbereite Ton an der SPD-Spitze durchsetzen würde. Als Parteichef und Finanzminister Klingbeil Ende März die Rede vor der Bertelsmann-Stiftung hielt, in der vieles vom jetzigen Reformpaket schon angelegt war, war das Medienecho positiv.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





