
Berlin: Gutachterin hält angeklagten Palliativarzt für voll schuldfähig
Angeklagt in 15 Fällen Berliner Palliativarzt ist voll schuldfähig Ein Mediziner soll Dutzende Patienten ermordet haben. Laut einer Gutachterin ist seine Schuldfähigkeit nicht eingeschränkt – und sie vermutet ein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Angeklagt in 15 Fällen Berliner Palliativarzt ist voll schuldfähig Ein Mediziner soll Dutzende Patienten ermordet haben. Laut einer Gutachterin ist seine Schuldfähigkeit nicht eingeschränkt – und sie vermutet ein Machtgefühl als möglichen Hintergrund der Taten. 02 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Prozessbeteiligte in Berlin im Juli 2025 Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa Er ist wegen Mordes in 15 Fällen angeklagt, in 76 weiteren Fällen wird ermittelt: Ein Palliativarzt, gegen den vor dem Berliner Landgericht ein Prozess läuft , ist voll schuldfähig. Eine psychiatrische Sachverständige sagte vor dem Gericht, es lasse sich keine relevante Erkrankung feststellen, die Schuldfähigkeit des Mannes sei nicht eingeschränkt.
Die Einzelheiten
Festzustellen sei eine Selbstunsicherheit, die bereits in der Kindheit begonnen habe. Der Mann steht seit Juli 2025 vor Gericht, weil er im Rahmen seiner Tätigkeit als Palliativarzt Patientinnen und Patienten im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 getötet haben soll. Er wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem promovierten Mediziner Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen vor. Überraschendes GeständnisDie Gutachterin sagte, Selbstunsicherheit sei das »Leitthema« des Angeklagten. Der promovierte Mediziner habe sich über die Arbeit definiert, sei von Zeugen als »der Nette, Liebe, Hilfsbereite« beschrieben worden.
Möglicherweise sei es bei den Taten um ein Machtgefühl gegangen – »ein ängstlicher Mensch, der Machterfahrung haben will«. Der 41-Jährige habe sich von ihr nicht begutachten lassen, so die Expertin, die den gesamten Prozess verfolgt hat. Nur in zwei Momenten habe der Angeklagte im Saal emotionale Betroffenheit erkennen lassen.
Was Experten sagen
Die Frage des Motivs sei in seiner Erklärung offen geblieben. Der Angeklagte hatte in der vorigen Woche am 54. Prozesstag überraschend die Tötung von zwölf Patientinnen und Patienten gestanden.
»Ich bin erst jetzt in der Lage, mein Handeln zu erklären und übernehme die Verantwortung für meine Taten«, erklärt der Angeklagte. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten »Leid und Siechtum« zu ersparen. »Nach jeder Tötung dachte ich: Das muss aufhören«, so der Angeklagte.
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Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





