
Berlin: IT-Ausfall legt Gerichte und Justizverwaltung lahm
Digitale Panne in der Berliner Verwaltung »Stillstand« – IT-Ausfall legt Gerichte in Berlin lahm Eine technische Störung sorgt an Berliner Gerichten für massive Einschränkungen. Beschäftigte wurden nach Hause geschickt....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Digitale Panne in der Berliner Verwaltung »Stillstand« – IT-Ausfall legt Gerichte in Berlin lahm Eine technische Störung sorgt an Berliner Gerichten für massive Einschränkungen. Beschäftigte wurden nach Hause geschickt. Richter warnen: Im schlimmsten Fall müssten mutmaßliche Straftäter aus der Untersuchungshaft entlassen werden.
27 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Ausgaben des Strafgesetzbuch (StGB) mit Kommentaren in einem Richterbüro im Kriminalgericht in Berlin Foto: Monika Skolimowska / dpa Massive IT-Probleme haben bei den Berliner Straf- und Zivilgerichten zu erheblichen Problemen geführt.
Die Einzelheiten
Seit dem Montagmorgen können sich Richterinnen und Richter nicht auf den Servern einwählen, die vom landeseigenen IT-Dienstleister (ITDZ) betrieben werden. Die Folge: Beschäftigte sowie Richterinnen und Richter kommen nicht an die elektronischen Akten heran, können keine Fälle bearbeiten und ihre E-Mails nicht lesen. Nach Angaben der Senatsjustizverwaltung handelt es sich um ein Lizenzproblem für eine Schnittstellensoftware, die für das Einwählen auf die Server nötig ist.
Laut »Tagesspiegel« informierte das ITDZ am Mittag per Mail, dass das Problem identifiziert sei. Die Probleme bestanden aber auch am frühen Abend noch, wie eine Sprecherin der Senatsjustizverwaltung auf Anfrage sagte. Beschäftigte nach Hause geschicktWegen der massiven Probleme wurden alle Beschäftigten am Mittag nach Hause geschickt, wie ein Sprecher des Kammergerichts sagte.
Die Großstörung bestehe seit 6. »Die gesamte ordentliche Gerichtsbarkeit ist betroffen«, so der Sprecher. Damit sind alle Amtsgerichte, das Kriminalgericht in Moabit, die beiden Landgerichte und das Kammergericht betroffen.
Was Experten sagen
»Wir haben einen vorübergehenden Stillstand der Rechtspflege«, erklärte der Berliner Co-Landeschef Stefan Schifferdecker vom Deutschen Richterbund (DRB). »Die Richterschaft ist wütend, da wir unsere Arbeit nicht machen können. Wir behelfen uns mit Stift und Papier, verhandeln ohne Akten«, schilderte Schifferdecker.
Seit Wochen gravierende ProblemeBesonders kritisch seien die Auswirkungen in Strafverfahren, weil möglicherweise gesetzliche Haftfristen nicht eingehalten werden können, wie Schifferdecker erklärte. Schlimmstenfalls müssen dann mutmaßliche Straftäter aus der Untersuchungshaft freigelassen werden. Aus Justizkreisen gibt es seit Wochen Klagen über Probleme mit dem IT-System.
Erst am Freitag kam es zu stundenlangen Ausfällen, wie Richter berichten. Die Richterschaft bezweifelt, dass am Dienstag ein reguläres Arbeiten möglich ist.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





