
Bildungsbericht: Schulkinder werden weniger und fallen zu oft durchs Raster
Kompetenzziele nicht erreicht Neuer Bildungsbericht legt »zentrale Schwäche« des Systems offen Der Geburtenknick ist auch im Westen von Deutschland angekommen – das zeigt der nationale Bildungsbericht. Die Folgen werden...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Kompetenzziele nicht erreicht Neuer Bildungsbericht legt »zentrale Schwäche« des Systems offen Der Geburtenknick ist auch im Westen von Deutschland angekommen – das zeigt der nationale Bildungsbericht. Die Folgen werden Kitas und Schulen verändern. Gleichzeitig hängt schulische Erfolg immer noch oft vom Elternhaus ab.
35 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Bildungsbericht: Zahl der Schulkinder geht zurück, aber das ist »nicht automatisch mit Entlastungseffekten verbunden« Foto: Arne Dedert / dpa Die Zahl der in Kitas betreuten Kindern ist erstmals auch in Westdeutschland wieder zurückgegangen.
Die Einzelheiten
Wie aus dem nationalen Bildungsbericht hervorgeht, sinkt die Zahl der in Kitas betreuten Kinder unter drei Jahren erstmals wieder. Ab dem Schuljahr 2027/28 seien abnehmende Schülerzahlen an den Grundschulen zu erwarten, auch weil weniger Menschen zuwandern als zuletzt. Die sinkenden Zahlen bedeuten aber dem Bericht zufolge nicht unbedingt eine Entlastung des Systems.
In den Kitas stiegen die »Beteiligungsquoten« noch leicht: Das heißt, mehr Kinder eines Jahrgangs werden betreut. »Weiterhin bestehen insbesondere für unter 3-Jährige Betreuungslücken«, heißt es in dem in Berlin vorgestellten Bericht »Bildung in Deutschland 2026«. Bedarf an Ganztagsplätzen weiter nicht gedecktAuch in Schulen seien sinkende Schülerzahlen »nicht automatisch mit Entlastungseffekten verbunden«, heißt es weiter.
»Vor dem Hintergrund des Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung und Betreuung im Primarbereich erhöhen sich die Ressourcenbedarfe. Der Bedarf von Eltern an Ganztagsplätzen bleibt konstant hoch und wird weiterhin nicht gedeckt. « Der Bericht »Bildung in Deutschland« erscheint seit 20 Jahren alle zwei Jahre als umfassende Bestandsaufnahme von der Kita bis zur Hochschule und Handlungsgrundlage für Bund und Länder.
Was Experten sagen
Auch die diesjährige Ausgabe bestätigt zwei zentrale Erkenntnisse anderer Studien: Kompetenzen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften werden insgesamt schwächer. Und Bildungserfolg hängt in Deutschland von Bedingungen im Elternhaus ab. Zu viele Kinder werden weiterhin nicht erreicht»Zu viele junge Menschen erreichen grundlegende Kompetenzziele nicht«, erklärt Mitautor Kai Maaz vom Leibniz-Institut für Bildungsforschung.
»Das verweist auf längerfristige strukturelle Probleme bei der Sicherung dieser Kompetenzen und damit auf eine zentrale Schwäche des Bildungssystems. « Mehr zum Thema Schule, Ausbildung, Beruf: Verlernt Deutschland das Schreiben?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





