
Klimakrise: Wälder können offenbar weniger CO₂ speichern als angenommen
Wälder als Kohlenstoffsenke Bäume können offenbar weniger Kohlendioxid speichern als erhofft Bisherige Klimamodelle gehen davon aus, dass eine Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre automatisch zu einem Wachstum von...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Wälder als Kohlenstoffsenke Bäume können offenbar weniger Kohlendioxid speichern als erhofft Bisherige Klimamodelle gehen davon aus, dass eine Zunahme von Kohlendioxid in der Atmosphäre automatisch zu einem Wachstum von Bäumen führt. Forschende haben jetzt neue Erkenntnisse. 55 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Eichen in Florida, USA: Bäume speichern Kohlendioxid – aber offenbar nicht so viel wie bisher angenommen Foto: Dirk Shadd / ZUMA Press Wire / IMAGO aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Bäume helfen beim Klimaschutz: Sie nehmen Kohlendioxid aus der Luft auf und wandeln es zusammen mit Sonnenlicht und Wasser in Glukose um – das wird Fotosynthese genannt.
Dabei geben Bäume Sauerstoff in die Atmosphäre ab, einen Teil des Kohlenstoffs binden sie in ihrem Holz. Doch wie hängt die Fotosynthese mit dem Wachstum der Bäume zusammen? »Das Verständnis dieser Verbindung ist entscheidend, um zu verstehen, wie Wälder langfristig Kohlenstoff speichern«, sagt der Ökoklimatologe Mukund Palat Rao von der Columbia University in New York in einer Mitteilung .
Laut einer Studie , die er und seine Kollegen nun in der Fachzeitschrift »Science Advances« veröffentlichten, verhalten sich beide Prozesse anders zueinander, als Wissenschaftler es bisher annahmen, wodurch Bäume nicht so viel Kohlenstoff speichern würden wie erhofft. Fotosynthese und Baumwachstum verlaufen entkoppelt»Die meisten Modelle gehen derzeit davon aus, dass Fotosynthese automatisch zu Wachstum führt«, sagt Rao. Das hieße, dass eine steigende CO2-Konzentration in der Atmosphäre die Fotosynthese verstärken und das Baumwachstum anregen würde.
Was Experten sagen
»Wir haben festgestellt, dass dies nicht der Fall ist: Mehr Fotosynthese bedeutet nicht zwangsläufig mehr Baumwachstum in der Zukunft. « Den Forschenden zufolge habe es bereits frühere Hinweise darauf gegeben, dass die Aufnahme von Kohlenstoff in den Bäumen und das Baumwachstum nicht eins zu eins aneinander gekoppelt seien. Doch habe es bisher keine detaillierten Messungen gegeben.
Für seine Arbeit nutzte das Team Satellitenaufnahmen von Bäumen an 137 Standorten im Osten der USA und in Kalifornien. Mithilfe verschiedener Messinstrumente erfassten sie zudem etwa den CO2-Gehalt in den Baumkronen oder die tägliche Ausdehnung und Schrumpfung der Baumstämme. Daraus gewannen sie Daten zur Fotosynthese, zur Kohlenstoffaufnahme und dem Baumwachstum über mehrere Jahre hinweg – und stellten fest: An den Standorten in den östlichen USA wuchsen die beobachteten Eichen etwa von Mai bis Juli, obwohl die Bäume bis weit in den Oktober hinein Fotosynthese betrieben.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




