
Bitcoin vererben: Warum Krypto-Anlegern ein steuerliches Desaster droht
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Bitcoin 1 Minute
Eine bemerkenswerte Entwicklung erschüttert die Kryptomärkte. Startseite Aktuelle Artikel im Überblick Meinung Interview Bitcoin im Nachlass: Wenn die Krypto-Steuerfalle zuschlägtDr. Florian Lindermann im Interview Bitcoin vererben: Warum Krypto-Anlegern ein steuerliches Desaster drohtBitcoin vererben kann zur Steuerfalle werden. Ein Rechtsexperte erklärt, warum mangelnde Krypto-Vorsorge dem Finanzamt freie Hand lässt.
von Tobias Zander 06. 2026 Teilen Bitcoin-Kurs81,658. 09 % Bitcoin kaufen | Krypto-Steuerexperte Dr.
Marktdynamik
Florian Lindermann klärt über Bitcoin-Erbfälle auf Ein plötzlicher Todesfall kann das Krypto-Erbe schnell zum finanziellen Albtraum machen. Denn wer Bitcoin, Ethereum und Co. vererbt, hinterlässt womöglich auch ein erhebliches Steuerproblem.
Noch gilt in Deutschland die einjährige Haltefrist für Kryptowährungen – mit allen Vorteilen, aber auch einem großen Risiko: Das Finanzamt bewertet den Nachlass zum Kurs am Todestag, obwohl Erben oft noch keinen Zugriff auf Wallets oder Börsenkonten haben. Fallen die Kurse danach, droht eine gefährliche Steuerfalle. Im Interview mit BTC-ECHO erklärt Rechtsexperte Dr.
Florian Lindermann, welche Fehler besonders häufig gemacht werden – und wie man Krypto-Erbschaft vorbereitet. BTC-ECHO: Der durchschnittliche Krypto-Anleger ist deutlich jünger als der durchschnittliche Aktionär oder Immobilienbesitzer. Warum sollte sich ein beispielsweise 30-Jähriger überhaupt um sein digitales Erbe kümmern?
Auswirkungen auf die Märkte
Weil die wirtschaftliche Bedeutung von Krypto-Assets und damit auch das Vermögen vieler Krypto-Anleger in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen ist, sollte sich jeder auch Gedanken über den Katastrophenfall machen. Wenn der Krypto-Anleger unerwartet verstirbt, gehen die Krypto-Assets auf die Erben über. Zivilrechtlich ist zwar noch immer unklar, wie genau ein Transfer von Krypto-Assets erfolgt, weil es sich nicht um körperliche Sachen oder Rechte handelt und das aktuelle Zivilrecht nicht gut auf Krypto-Assets zugeschnitten ist.
Aber erbrechtlich steht fest, dass Bitcoin, Ethereum und Co. im Wege der Universalsukzession auf die Erben übergehen und Gegenstand von Vermächtnissen sein können. Weil das Krypto-Vermögen oft erheblich und die Volatilität von Krypto-Assets sehr groß ist, können sich hieraus enorme wirtschaftliche und steuerliche Konsequenzen ergeben.
Im Hinblick auf die Erbschaftsteuer ist vor allem das sogenannte Stichtagsprinzip hervorzuheben, nach welchem die Krypto-Assets zum Zeitpunkt des Todes mit den Marktkursen bewertet werden. Wirtschaftlich äußerst negativ ist es daher, wenn der Erblasser stirbt und die Erben zunächst nichts von dem Krypto-Vermögen wissen oder keinen Zugriff haben, und dann die Kurse plötzlich fallen. Im Worst-Case-Szenario können die Werte sogar so weit fallen, dass die vorhandenen Krypto-Assets nicht einmal mehr ausreichen, um die auf sie entfallende Erbschaftsteuer zu zahlen.
Die Kryptomärkte verfolgen diese Entwicklung genau, während Anleger die möglichen Auswirkungen auf die Kurse abwägen.




