
Bodensee: Fangverbot für Felchen könnte bald gelockert werden
Nach Jahren der Schonzeit Fangverbot für Bodensee-Felchen könnte bald gelockert werden Sie sind bei Touristen und Fischern beliebt: Felchen gelten am Bodensee als Delikatesse. Weil der Bestand aber immer weiter...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Jahren der Schonzeit Fangverbot für Bodensee-Felchen könnte bald gelockert werden Sie sind bei Touristen und Fischern beliebt: Felchen gelten am Bodensee als Delikatesse. Weil der Bestand aber immer weiter zurückging, gilt seit Jahren eine Schonzeit. Die steht nun zur Diskussion.
06 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Felchen im Netz Foto: Felix Kästle / dpa Nach Jahren der Schonung könnten Bodenseefischer ab 2027 wieder Felchen fangen dürfen.
Die Einzelheiten
»Es sollte den Fischern am Bodensee wieder ermöglicht werden, in gewissem Umfang Felchen zu fischen«, teilte ein Sprecher des baden-württembergischen Landwirtschaftsministeriums auf Anfrage des »Südkurier« mit. Voraussetzung sei, dass die positive Entwicklung der Bestände nicht gefährdet werde. Es gebe Hinweise auf eine beginnende Erholung des Bestands.
Zuvor hatte der »Südkurier« darüber berichtet. Der Felchenbestand im Bodensee war innerhalb eines Jahrzehnts eingebrochen. Deshalb hatte die Internationale Bevollmächtigtenkonferenz für die Bodenseefischerei (IBKF) 2023 mit Wirkung ab 2024 eine dreijährige Schonzeit beschlossen.
Diese läuft Anfang kommenden Jahres aus. Mehr zum Thema Folgen der Klimakrise: Deutschland vertrocknet Von Susanne Götze Tötung eines Zwei-Meter-Exemplars in Bayern: Wie gefährlich sind Welse für Badende? Dorade, Forelle und Wolfsbarsch: Gegrillter Fisch, so lecker wie im Urlaub Von Johannes Riffelmacher und Thomas Kosikowski (Fotos) Über das weitere Vorgehen beraten Bayern, Baden-Württemberg, Österreich, die Schweiz und Liechtenstein am kommenden Mittwoch und Donnerstag bei der IBKF-Tagung im bayerischen Wasserburg.
Was Experten sagen
Das Gremium gilt als höchste Instanz für die Fischerei am Bodensee. Beschlüsse müssen einstimmig gefasst werden. Die Entscheidung wird für Donnerstag erwartet.
Auch aus dem Freistaat kam ein positives Signal für die Fischer: »Der Erhalt und die bestmögliche Unterstützung der traditionellen Berufsfischerei am Bodensee ist ein wichtiges Ziel der bayerischen Staatsregierung«, teilte eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums mit. Diskutiert werden weniger NetzeWie weit mögliche Lockerungen gehen könnten, ist noch offen. Fachleute halten eine vollständige Rückkehr zu den früheren Fangregeln aber eher für unwahrscheinlich.
Diskutiert werden laut den Berufsfischern Schritte wie größere Maschenweiten, weniger Netze oder weniger Fangtage. Felchen gelten als wichtigste traditionelle Fischart des Bodensees und sind für viele Berufsfischer von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung. Fressfeinde wie der Stichling, steigende Wassertemperaturen und zu wenig Nahrung hatten den Felchen vor der Schonung zu schaffen gemacht.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





