
Bundesbankpräsident Nagel: „Die Inflation ist immer noch zu hoch“
Bundesbankpräsident Nagel : „Die Inflation ist immer noch zu hoch“ Von Christian Siedenbiedel 30.06.2026, 20:16Lesezeit: 2 Min. Bundesbankpräsident Joachim NagelFrank RöthBundesbankpräsident Nagel plädiert im Gespräch...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bundesbankpräsident Nagel : „Die Inflation ist immer noch zu hoch“ Von Christian Siedenbiedel 30. 2026, 20:16Lesezeit: 2 Min. Bundesbankpräsident Joachim NagelFrank RöthBundesbankpräsident Nagel plädiert im Gespräch mit der F.
dafür, trotz des gesunkenen Ölpreises das Inflationsbild jetzt nicht komplett umzuwerfen. Auch über Fed-Chef Kevin Warsh hat er sich eine Meinung gebildet. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Inflation in Deutschland ist im Juni etwas gesunken.
Die Einzelheiten
Auch international sorgt der niedrigere Ölpreis für eine gewisse Beruhigung des Preisauftriebs. Trotzdem sollten die Notenbanker ihr Inflationsbild jetzt nicht „komplett umwerfen“, sagte Bundesbankpräsident Joachim Nagel auf dem Notenbankertreffen im portugiesischen Sintra im Gespräch mit der F. Der Ölpreis ist von zeitweise rund 120 Dollar je Barrel (Fass zu 159 Liter) der Nordseesorte Brent während des Irankriegs auf rund 73 Dollar gesunken.
Nagel hob hervor: „Ich teile die Überraschung vieler Ökonomen über Ausmaß und Tempo des Preisrückgangs. “ Selbst in den mildesten Szenarien der Europäischen Zentralbank (EZB) für das weitere Geschehen von der Juni-Sitzung sei das nicht vorgesehen gewesen. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
bei Google bevorzugen Trotzdem meint der Bundesbankpräsident: „Wir sollten unser Inflationsbild deswegen nicht komplett umwerfen. “ Er hebt hervor: „Die Inflation ist immer noch zu hoch. “ Die EZB solle in der Geldpolitik an dem Ansatz festhalten, „datenabhängig von Sitzung zu Sitzung zu entscheiden“.
Was Experten sagen
Wahrscheinlichkeit für Zweitrundeneffekte hängt von Inflation abAuf die Frage, ob es in Deutschland schon viele sogenannte Zweitrundeneffekte gebe, ob also andere Preise und Löhne als Reaktion auf die hohen Energiepreise gestiegen sind, sagte Nagel: „Zweitrundeneffekte als Folge der gestiegenen Energiepreise sind in Deutschland in der Breite bislang kaum zu beobachten gewesen. “Er meinte allerdings: „Je länger die Erstrundeneffekte dafür sorgen, dass die Inflationsrate über unserem Ziel von zwei Prozent liegt, desto mehr wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Zweitrundeneffekten kommen wird. “In Deutschland jedenfalls dürfte das Ende des Tankrabatts die Inflation erst mal in die Höhe treiben, sagte der Bundesbankpräsident.
„Es war trotzdem richtig, die befristete Steuersenkung auslaufen zu lassen; die Bundesbank hatte immer gefordert, solche Schritte zur Abfederung des Energiepreisauftriebs müssten zielgerichtet und befristet erfolgen. “Warsh zeige „Wertschätzung für Europa und das Eurosystem“Wenn man das Notenbankertreffen in Sintra in diesem Jahr mit dem aus dem vergangenen Jahr vergleiche, gelte es festzuhalten: „Geopolitisch ist die Lage eher noch schwieriger geworden“, sagte Nagel. Der Irankrieg habe die Wachstumsaussichten in Deutschland wie im gesamten Euroraum beeinträchtigt.
Für Deutschland hänge dabei viel am Fiskalprogramm der Bundesregierung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





