
Bundestag: CDU-Abgeordneter Wilhelm Gebhard über Diätenerhöhung – »Wo, wenn nicht bei uns, will man mit dem Sparen anfangen?«
Bezahlung im Bundestag »Wo, wenn nicht bei uns, will man mit dem Sparen anfangen?« Der CDU-Politiker Wilhelm Gebhard drängte früh darauf, die Abgeordnetendiäten in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Nun hat er sich...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Bezahlung im Bundestag »Wo, wenn nicht bei uns, will man mit dem Sparen anfangen? « Der CDU-Politiker Wilhelm Gebhard drängte früh darauf, die Abgeordnetendiäten in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Nun hat er sich durchgesetzt.
Hier erklärt Gebhard, warum er hohe Bezüge für MdBs dennoch grundsätzlich für fair hält. Ein Interview von Felix Keßler 18. 14 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bundestag: Die Diäten für die 630 Abgeordneten sind mit denen von Bürgermeistern mittelgroßer Städte vergleichbar Foto: Michael Kappeler / dpa Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
Bereits im März wandte sich der hessische CDU-Bundestagsabgeordnete Wilhelm Gebhard mit einem Brief an die Fraktionschefs von Union und SPD. Gebhard forderte darin, die Koalition solle ein Gesetz beschließen, mit dem die automatische jährliche Anpassung der Abgeordnetendiäten an den Nominallohnindex in diesem Jahr ausgesetzt wird. Die Anpassung würde ein Gehaltsplus von brutto rund 500 Euro bedeuten.
Die SPD stellte sich rasch hinter den Vorstoß, auch Gebhards Fraktionskollege Carsten Linnemann unterstützte ihn. Nach einigem Zögern befürwortet seit dem Wochenende auch der Fraktionsvorsitzende Jens Spahn die Initiative. Die Koalition muss einem entsprechenden Gesetz zur einmaligen Aussetzung des Anpassungsmechanismus nun jedoch schnell zustimmen.
Was Experten sagen
Ansonsten tritt die Erhöhung zum 1. Juli automatisch in Kraft. SPIEGEL: Herr Gebhard, Bundestagsabgeordnete erhalten eine monatliche Entschädigung von 11.
Wie geht es Ihnen damit finanziell? Wilhelm Gebhard: Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Abgeordnetendiät. Ich unterstelle mal, dass keiner den Job wegen der Diätenzahlung macht.
Ich war auch schon mit meiner Entlohnung als Bürgermeister in meiner Heimatstadt Wanfried in Nordhessen zufrieden. Obwohl ich bereits damals ohne Probleme 70, manchmal 80 Stunden die Woche gearbeitet habe. Die Geldfrage stellt sich für mich nicht: Man übernimmt politische Ämter doch, weil man Idealist ist und etwas in diesem Land verändern will.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





