
Bundeswehr erwägt offenbar Verpflichtung für Dienst in der Litauen-Brigade
Abschreckung an der Nato-Ostflanke Bundeswehr erwägt offenbar Verpflichtung für Dienst in der Litauen-Brigade Die Bundeswehr schließt nicht aus, Soldaten für die Kampfbrigade im Baltikum zu verpflichten. Noch vor...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Abschreckung an der Nato-Ostflanke Bundeswehr erwägt offenbar Verpflichtung für Dienst in der Litauen-Brigade Die Bundeswehr schließt nicht aus, Soldaten für die Kampfbrigade im Baltikum zu verpflichten. Noch vor wenigen Monaten widersprach die Truppe SPIEGEL-Informationen, wonach zu wenig Freiwillige für den Einsatz bereitstünden. 43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Deutsche Soldatin bei einer Gefechtsübung in Litauen Mitte März 2026 Foto: Kay Nietfeld / dpa Die Bundeswehr hat Probleme, Soldaten für die Litauen-Brigade zu gewinnen. Nun heißt es von einem Sprecher des Verteidigungsministeriums in der »Welt«: »Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit«.
Die Einzelheiten
Auch Heeresinspekteur Generalleutnant Christian Freuding stellt »verpflichtende Maßnahmen« in Aussicht: »Oberstes Ziel aus Sicht des Heeres ist es, die volle Einsatzbereitschaft der Brigade Litauen im kommenden Jahr zu erreichen«, zitiert ihn die »Welt« . »Dazu werden wir am leitenden Prinzip der Freiwilligkeit festhalten – und dort, wo erforderlich, auch um verpflichtende Maßnahmen ergänzen. « Das solle demnach im Dialog mit den Betroffenen geschehen.
Für Minister Boris Pistorius und seinen Generalinspekteur Carsten Breuer ist der Kursschwenk eine empfindliche Niederlage. Als die beiden im Jahr 2023 überraschend mitteilten, gut 5000 Soldatinnen und Soldaten dauerhaft in Litauen zu stationieren, legten sie sich gleichzeitig fest, dass man ausreichend Freiwillige für den Einsatz findet. Eine verpflichtende Beorderung, die überall in der Nato der Standard ist, wollten Pistorius und Breuer unbedingt vermeiden.
Als der SPIEGEL Anfang des Jahres enthüllte , dass die Zahl der Freiwilligen für die Litauen-Mission weit unter den Erwartungen lag, übte sich das Haus von Pistorius in Vorneverteidigung. Statt die Tatsachen anzuerkennen, die in internen Papieren schonungslos geschildert wurden, sprach das Ministerium von Zwischenständen, die nicht aussagekräftig seien. Der Minister selbst verbreitete immer wieder die Linie, man werde es schon schaffen.
Was Experten sagen
Aufwendige Werbemaßnahmen. Trotzdem LückenParallel lief im Heer eine der größten Werbekampagnen überhaupt an. Soldaten mit Litauen-Erfahrung wurden in einer Art Tour durch die Kasernen der Republik geschickt.
Dort versuchten sie, ihren Kameraden die Mission an der Nato-Ostflanke schmackhaft zu machen. Zudem flog die Bundeswehr Hunderte Soldaten und ihre Familien mit Militärtransportern ins Baltikum, wo sie die neuen Kasernen oder die extra errichtete Schule inspizieren konnten. Die aufwendige Werbemaßnahme zeigte durchaus Wirkung: Zwar werden die genauen Zahlen über die Freiwilligen für Litauen sorgsam geheim gehalten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





