
Bürgermeisterwahl in Graz: Eine Kommunistin will ihr Rathaus verteidigen
Bürgermeisterwahl in Graz : Eine Kommunistin will ihr Rathaus verteidigen Von Alexander Haneke, Graz 28.06.2026, 09:05Lesezeit: 3 Min. Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr Anfang August 2025 in ihrem BürodpaIn Graz...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Bürgermeisterwahl in Graz : Eine Kommunistin will ihr Rathaus verteidigen Von Alexander Haneke, Graz 28. 2026, 09:05Lesezeit: 3 Min. Die Grazer Bürgermeisterin Elke Kahr Anfang August 2025 in ihrem BürodpaIn Graz regiert seit fünf Jahren Elke Kahr von der Kommunistischen Partei Österreichs.
Ihre Chancen bei der Bürgermeisterwahl an diesem Sonntag stehen gut. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Graz ist anders, das sieht man sofort. Zumindest, wenn man auf die politische Karte blickt.
Die Einzelheiten
In der „blauen“ Steiermark, die seit anderthalb Jahren von der rechten FPÖ regiert wird, ist die Landeshauptstadt eine rote Insel. Aber nicht einfach nur rot, sondern tiefrot. Denn hier sitzt seit 2021 eine Kommunistin im Rathaus.
Und alles sieht danach aus, dass die Grazer die KPÖ von Bürgermeisterin Elke Kahr bei der Gemeinderatswahl an diesem Sonntag wieder zur stärksten Kraft machen werden. Ansonsten wirkt die Barockstadt an der sonnigen Südseite der Alpen, die hier in die südsteirischen Weinanbaugebiete übergehen, eigentlich recht normal. Mit gut dreihunderttausend Einwohnern ist Graz die zweitgrößte Stadt in Österreich.
Die alte Universität zieht Studenten und Wissenschaftler an, und trotz Wirtschaftsflaute und globaler Krisen ist die Stimmung laut einer aktuellen ORF-Umfrage weiterhin positiver als im Rest des Landes. Die KPÖ der Bürgermeisterin liegt in den Umfragen mit über 30 Prozent weit vor der konservativen ÖVP, die auf rund 22 Prozent kommt. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen „Haltung zeigen, Hoffnung geben“, das ist ihre DeviseHört man sich nach den Gründen für diesen Erfolg um, bekommt man meist die gleiche Antwort: Jeder könne zu Bürgermeisterin Kahr kommen, ihre Tür sei für alle offen, im Zweifel kümmere sie sich schnell selbst, fülle ein Formular für die Betroffenen aus und finde eine Lösung. „Am Ende kommt es immer auf den persönlichen Einsatz an“, sagt Kahr selbst in ihrem holzgetäfelten Büro. „Haltung zeigen, Hoffnung geben“, das könne man als ihre Devise bezeichnen.
Tatsächlich war der Wahlsieg der Kommunisten in der eigentlich recht bürgerlichen und lange von der ÖVP dominierten Stadt zwar eine Sensation. Völlig überraschend kam er aber nicht. Schon 1993 war die KPÖ erstmals in den Gemeinderat eingezogen.
Durch das Proporzsystem gehörte sie schon seit 1998 der Stadtregierung an. Damals prägte die Parteilegende Ernest Kaltenegger den Politikstil, den Kahr heute weiterführt. Als Wohnungsstadtrat war er vor allem draußen unterwegs und legte im Zweifel selbst Hand an, um ein kaputtes Rohr zu flicken.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





