
Daniel Siad: »Modelagent« mit engen Verbindungen zu Jeffrey Epstein tot aufgefunden
In Frankreich »Modelagent« mit engen Verbindungen zu Epstein – Daniel Siad tot aufgefunden Daniel Siad bezeichnete sich als »Model-Scout« und soll zahlreiche Frauen an Jeffrey Epstein vermittelt haben. In Frankreich...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. In Frankreich »Modelagent« mit engen Verbindungen zu Epstein – Daniel Siad tot aufgefunden Daniel Siad bezeichnete sich als »Model-Scout« und soll zahlreiche Frauen an Jeffrey Epstein vermittelt haben. In Frankreich liefen Ermittlungen gegen den 69-Jährigen. Nun wurde seine Leiche in seinem Haus entdeckt.
01 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Daniel Siad (undatiertes Bild) Foto: US Department of Justice Der »Modelagent« Daniel Siad, der enge Verbindungen zum US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein unterhielt, ist am Montagabend in der Nähe von Paris tot aufgefunden worden.
Die Einzelheiten
Die stellvertretende Staatsanwältin von Nanterre bestätigte am Mittwoch dem SPIEGEL, dass Siads Leiche gegen 21 Uhr in der Küche seines Pavillons in Colombes, einem nordwestlichen Vorort von Paris, entdeckt worden sei. Eine Untersuchung zur Ermittlung der Todesursache sei eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft kündigte zudem eine Autopsie der Leiche an.
Bild vergrößern Siads Name taucht fast 2000 Mal in den Epstein-Akten auf Foto: Social Media / Bestimage / IMAGO Gegen den 69-jährigen Schweden mit algerischen Wurzeln wurde in Paris wegen mutmaßlichen Menschenhandels und Vergewaltigung ermittelt. Siad bezeichnete sich als »Model-Scout«; er soll weltweit Frauen angesprochen und zahlreiche von ihnen an Epstein vermittelt haben. Die stellvertretende Staatsanwältin bestätigte einen Bericht der Zeitung »Le Parisien«, wonach eine 28-jährige »Mitbewohnerin« Siads Leiche am Montagabend gefunden habe.
Noch sei nicht mehr über die Frau bekannt und man wisse nicht, in welcher Beziehung sie zu ihm gestanden habe. Sein Name taucht oft in Epstein-Akten aufIn den Dokumenten, die das US-Justizministerium ab Dezember 2025 freigab, taucht Daniel Siads Name fast 2000 Mal auf. Spätestens ab 2009 stand er demnach im Austausch mit dem Investor: Siad schlug Epstein Frauen vor, schickte ihm ihre Fotos und Maße.
Was Experten sagen
Er preiste sie unter anderem als »wunderbare Schönheit« oder als »sehr höflich«. In einer Mail bezeichnete Siad sich als »Fischer«, der für Epstein Frauen fange, in Frankreich, Skandinavien oder Osteuropa. Siad beteuerte, er habe nicht gewusst, dass Epstein Frauen missbrauchen würde.
Er bestritt alle Vorwürfe. Siad war im Rahmen der Ermittlungen noch nicht von der Polizei befragt worden. Er sagte in Interviews jedoch, er wolle angehört werden und seine Version der Ereignisse schildern.
Zuletzt hatten der SPIEGEL und das ZDF über Siad berichtet, weil er offenbar versucht hatte, eine Deutsche an Epstein zu vermitteln. 2014 hatte er laut E-Mails Fotos von »Michele« an Epstein geschickt. Die damals 22-Jährige, deren Nachname der SPIEGEL auf Wunsch ihrer Familie nicht nennt, verschwand im September 2015 spurlos .
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.




