
Design von Autos: Wo die deutsche Automobilindustrie falsch abgebogen ist
Design von Autos : Wo die deutsche Automobilindustrie falsch abgebogen ist Gastbeitrag Von Paolo Tumminelli 30.04.2026, 15:27 Lesezeit: 13 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der BMW 1500: In den sozialen Medien kann man...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Design von Autos : Wo die deutsche Automobilindustrie falsch abgebogen ist Gastbeitrag Von Paolo Tumminelli 30. 2026, 15:27 Lesezeit: 13 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der BMW 1500: In den sozialen Medien kann man manchmal den Eindruck gewinnen, was Autos anging, war früher alles besser.
andriuolo Arroganz und Ignoranz statt Leidenschaft: Wer braucht noch die Designs der deutschen Automobilindustrie? Die Fehleranalyse eines Design-Professors. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Willkommen im Mercedes-Kino: „The Drift of a Lifetime“ heißt der eine Minute und 47 Sekunden lange Werbespot, der Ende vergangenen Jahres anlief und in dem Brad Pitt und George Russell, Schauspieler‑Pilot und Pilot‑Schauspieler, die Gesichter für den neuen AMG‑Viertürer‑GT sind: ein Designsandwich aus Caracciola‑SL vorn, Musk‑Taxi mittig und Magnum‑Ferrari hinten.
Die Einzelheiten
Der Wagen erscheint hier als laut driftende Phantasmagorie, ein rasender Traum in einer psychedelisch anmutenden Rauchwolke. „Hotelgast“ Brad Pitt wartet darauf, dass ihm sein Wagen gebracht wird, „Hotelboy“ George Russell holt das Gefährt und lässt dabei die Reifen qualmen, dass einem ganz schwummrig wird. Das Narrativ gerät zum Absurdum So imaginär diese Szene ist, so imaginär wirken auch das Land und die Menschen, für die der neue AMG anscheinend gedacht ist.
Die Rede ist von zwei bis drei E‑Motoren, einer Batterie mit 3000 Zellen, von mehr als 1300 PS, weit mehr als 300 km/h. Der kurze Film liefert keine Hinweise, wohin man damit fahren soll und kann – und ob man zur Not auch einfach geradeaus oder doch nur rauchig‑driftend vorwärtskommt. Stattdessen werden die Zuschauer ermahnt: „Auf gesperrten Straßen mit professionellen Fahrern gedreht.
“ Das Narrativ gerät zum Absurdum. Man offeriert das Auto und warnt zugleich vor der Erfüllung seiner Zweckbestimmung? Ist das nicht wie ein Porno ohne Höhepunkt?
Was Experten sagen
Der Mercedes-Werbefilm gleicht einer Warnung: Die deutsche Autoindustrie hat offenbar die falsche Abfahrt genommen und findet nicht mehr den Weg zu ihrem Volk. Wie konnte das geschehen? Zu Zeiten des Wirtschaftswunders stand das Auto in Deutschland für Emanzipation, Selbstbestimmung, Freiheit – große Emotionen.
Es gab den Käfer mit 30 und den Ponton mit 80 PS: Volks‑ und Oberklasse schnell erklärt. Mit 60 PS saß die Borgward Isabella dazwischen, Sinnbild einer boomenden Mittelschicht. Ein Porsche hatte damals ebenfalls 60 PS und eignete sich für so ziemlich alles vom Rennwagen bis zur Familienkutsche.
Spannend wurde es, als BMW den Bremer Autohersteller Borgward ablöste und die „Neue Klasse“ neu erfand. Mit 80 PS und 150 km/h war der BMW 1500 so stark und schnell wie ein Mercedes . Die automobile Kulturrevolution begann auf der Überholspur der Autobahn.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





