
Deutsche Bahn: GDL-Chef fordert Gesetzesänderungen zum Schutz von Bahn-Mitarbeitern
Nach Sturz aus Zug GDL fordert Gesetzesänderungen zum Schutz von Bahn-Mitarbeitern Erneut hat ein Fahrgast einen Mitarbeiter der Bahn körperlich angegriffen – dieser stürzte bei 120 km/h aus dem Zug. Der Chef der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Nach Sturz aus Zug GDL fordert Gesetzesänderungen zum Schutz von Bahn-Mitarbeitern Erneut hat ein Fahrgast einen Mitarbeiter der Bahn körperlich angegriffen – dieser stürzte bei 120 km/h aus dem Zug. Der Chef der Lokführergewerkschaft fordert nun härtere Konsequenzen. 19 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern DB-Sicherheitsmitarbeiter am Gleis: »Wir brauchen Gesetzesänderungen« Foto: Stephan Rumpf / SZ Photo / picture alliance Nach dem Sturz eines Mitarbeiters der Deutschen Bahn aus einem fahrenden Zug hat die Lokführergewerkschaft GDL rechtliche Konsequenzen gefordert. Es brauche keinen Sicherheitsgipfel oder runden Tisch, sondern »Entscheidungen der Justiz«, sagte GDL-Chef Mario Reiß am Samstag dem WDR.
Die Einzelheiten
»Wir brauchen Gesetzesänderungen und wir brauchen das Durchgriffsrecht. « Ein 26-jähriger Mitarbeiter der DB Sicherheit war am Freitagabend auf der Bahnstrecke von Offenburg nach Karlsruhe aus einem fahrenden Zug gestürzt und hatte sich dabei schwer verletzt. Zuvor hatte es bei einer Fahrkartenkontrolle ein Gerangel mit einem Fahrgast gegeben.
Danach zog das Zugpersonal nach bisherigen Erkenntnissen zwei Sicherheitskräfte hinzu. Laut der Staatsanwaltschaft attackierte der augenscheinlich alkoholisierte Mann die DB-Sicherheitsmitarbeitenden mit Fäusten und Tritten. Mehr zum Thema Bei 120 km/h: Bahn-Sicherheitsmann aus fahrendem Zug gestürzt – Beschuldigter auf freiem Fuß 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Beide fielen demnach gegen eine Tür, die dabei beschädigt worden sein soll.
Zum eigentlichen Vorfall kam es laut den bisherigen Ermittlungen im Anschluss, als der Beschuldigte bereits am Boden lag und versucht habe, den 26-Jährigen zu treten. Der Mitarbeiter verlor demnach das Gleichgewicht und prallte gegen die Tür, die schließlich nachgab. Bei einer Geschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde fiel er aus dem Zug.
Was Experten sagen
Wie das möglich war, soll nun ein technisches Gutachten klären. Der Zustand des DB-Mitarbeiters sei stabil, aber weiter kritisch, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. »Es muss jedem in Deutschland bekannt werden, dass ein Angriff auf den Menschen geahndet wird und mit Folgen zu tun hat, die davor abschrecken, jemanden anzugreifen«, sagte GDL-Chef Reiß.
»Die Eskalationsstufe, die dort wieder in dem Zug entstanden ist, ist gewaltig. « Die Kolleginnen und Kollegen »müssen jeden Tag mehr mit Angst auf Arbeit gehen«, fuhr er fort. Beschuldigter derzeit auf BewährungDie Deutsche Bahn verurteilte den Angriff vom Freitagabend scharf.
»Unsere Gedanken sind bei dem Verletzten«, hieß es in einer Mitteilung. Zum genauen Unfallhergang, etwa warum die Tür des fahrenden Zugs sich öffnen konnte, konnte die Sprecherin am Sonntagmorgen auf SPIEGEL-Anfrage nichts sagen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.




