
Deutsche Bahn: Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin deutlich teurer
Wochenlange Verzögerungen Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin deutlich teurer Seit Mitte Juni fahren wieder Züge zwischen Hamburg und Berlin – sechs Wochen später als geplant. Nun steht fest, was die Verzögerung...
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Hier sind die aktuellen Nachrichten aus aller Welt: Wochenlange Verzögerungen Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin deutlich teurer Seit Mitte Juni fahren wieder Züge zwischen Hamburg und Berlin – sechs Wochen später als geplant. Nun steht fest, was die Verzögerung gekostet hat. Und die nächste Sperrung ist bereits absehbar.
23 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Fahrgäste steigen am Berliner Hauptbahnhof in einen ICE nach Hamburg-Altona ein Foto: Christoph Soeder / dpa Die Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist infolge wochenlanger Bauverzögerungen deutlich teurer geworden.
Die Einzelheiten
Die Gesamtkosten der Streckenmodernisierung belaufen sich aktuell auf rund 2,7 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Frage des Linkenabgeordneten Christian Görke hervorgeht. Zuletzt war von Baukosten in Höhe von rund 2,2 Milliarden Euro die Rede. Vorgesehen war darüber hinaus noch ein Risikopuffer von rund 300 Millionen Euro.
Dieser wurde der Antwort zufolge ausgeschöpft. Ob die Sanierung sogar noch teurer werden könnte, lässt die Antwort offen. Nächste Großsperrung absehbar»Für diese riesigen Kosten wurde viel zu wenig erreicht«, sagte Görke.
»Vor allem konnte das neue europäische Zugsicherungssystem nicht wie ursprünglich geplant eingebaut werden, allein deshalb wird es in fünf bis zehn Jahren zu einer weiteren Großsperrung kommen. « Görke bezieht sich auf das digitale Zugleitsystem ETCS. Diese Technik soll für mehr Kapazität auf der Schiene sorgen, weil Züge in dichterer Taktung fahren können.
Was Experten sagen
Das System sollte ursprünglich auch auf der Strecke Hamburg–Berlin eingesetzt werden. Nach jetzigem Stand können die Züge dort aber auch nach der Sanierung nicht mit ETCS fahren. Zudem hätten gleich nach der Eröffnung Aufzüge nicht richtig funktioniert und Züge seien nicht gefahren.
»Für dieses magere Ergebnis mussten viele Tausend Pendlerinnen und Pendler zehneinhalb Monate lang halbe Weltreisen mit dem Bus zurücklegen und mit massivsten Einschränkungen leben«, kritisierte Görke. Frost im Frühjahr führte zu VerzögerungenDie Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin ist Teil eines Gesamtprogramms, mit dem die Bahn bis Mitte der Dreißigerjahre Dutzende marode Strecken umfassend sanieren und auf diese Weise über Jahre hinweg baufrei halten will. Die Korridore werden dafür über Monate gesperrt.
Die Strecke Hamburg–Berlin war seit Anfang August für den Fern-, Regional- und Güterverkehr gesperrt. Während der Fernverkehr über Stendal und Uelzen mit einer etwas längeren Fahrzeit umgeleitet wurde, mussten Fahrgäste im Regionalverkehr monatelang auf Ersatzbusse ausweichen.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





