
Deutsche Bank und Co. fordern vor Gericht Russland-Garantien von Linde zurück
Mehr als 800 Millionen Euro Deutsche Bank und Co. fordern vor Gericht Russland-Garantien von Linde zurück Über eine Milliarde Euro haben deutsche Geldhäuser nach einem geplatzten Gasprojekt in Russland verloren – weil...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Mehr als 800 Millionen Euro Deutsche Bank und Co. fordern vor Gericht Russland-Garantien von Linde zurück Über eine Milliarde Euro haben deutsche Geldhäuser nach einem geplatzten Gasprojekt in Russland verloren – weil der Linde-Konzern eine Vorauszahlung behielt. Einen Großteil klagen die Banken nun ein.
14 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (2 Minuten) 2 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Linde-Logo in Magdeburg 2022: Mussten die Banken das Risiko tragen?
Die Einzelheiten
Foto: Sascha Steinach / IMAGO Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein erster Prozess um millionenschwere Zahlungen im Zusammenhang mit einem gescheiterten Gasprojekt in Russland begonnen. Die Deutsche Bank fordert vom Industriegaskonzern Linde rund 260 Millionen Euro, die als Garantieauszahlung an die Gazprom-Beteiligung RCA geflossen sind. Laut »Handelsblatt« sind Klagen weiterer Garantiebanken gegen Linde in Höhe von gut 550 Millionen Euro in München anhängig.
Hintergrund ist das geplatzte Großprojekt einer Gasverarbeitungsanlage bei Sankt Petersburg, das Linde und RCA gemeinsam umsetzen wollten. Nach dem Beginn der russischen Vollinvasion der Ukraine stoppte Linde das Projekt, um westliche Sanktionen nicht zu verletzen. Eine Vorauszahlung von 1,2 Milliarden Dollar zahlte Linde aber nicht zurück.
Insgesamt mehr 1,1 Milliarden Euro VerlustIn der Folge hielten sich die Russen bei den Bürgschaftsbanken schadlos und ließen nach Prozessen in Russland entsprechende Beträge beschlagnahmen. Laut einer Aufstellung des »Handelsblatts« geht es insgesamt um 1,11 Milliarden Euro Verlust bei den fünf Bürgschaftsbanken HypoVereinsbank, BayernLB, Deutsche Bank, Commerzbank und LBBW. Mehr zum Thema Verfahren an Schiedsgericht: Uniper fordert Milliardenschadensersatz von Gazprom 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Razzien in Berlin und Frankfurt: Pleite von Gazprom Germania soll geheimer Plan aus Moskau gewesen seinVon Fidelius Schmid 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen In der Verhandlung ließ die Vorsitzende Richterin die vorläufige Einschätzung erkennen, dass die Bank ihrer Ansicht nach nicht für das Risiko einstehen müsse.
Ein Sprecher des Kreditinstituts begrüßte die Ausführungen, wollte sich darüber hinaus aber nicht weiter zu dem laufenden Verfahren äußern. Das Gericht vertagte sich nach der Anhörung auf den 20. Gegen ein Urteil wäre Berufung möglich.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





