
deutscher Verlagspreis: Soll die Buchbranche sich jetzt selbst bespitzeln?
deutscher Verlagspreis : Soll die Buchbranche sich jetzt selbst bespitzeln? Ein Kommentar von Andreas Platthaus 16.07.2026, 16:20Lesezeit: 3 Min. Was ist seine politische Absicht beim Deutschen Verlagspreis?...
July 31 — İsrail x Hizbullah ile kalıcı barış anlaşması...?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. deutscher Verlagspreis : Soll die Buchbranche sich jetzt selbst bespitzeln? Ein Kommentar von Andreas Platthaus 16. 2026, 16:20Lesezeit: 3 Min.
Was ist seine politische Absicht beim Deutschen Verlagspreis? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer im März bei der Eröffnung der Leipziger BuchmessedpaDer Schriftstellerverband protestiert gegen das Vetorecht, das der Kulturstaatsminister beim Deutschen Verlagspreis beansprucht. Das hatte Weimers Amt indes schon immer.
Die Einzelheiten
Was bedenklich stimmt, ist die neue Rolle des Börsenvereins. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Protest wird laut! Vom „Verband deutscher Schriftsteller*innen“ (VS).
Das geschieht häufig, aber wogegen diesmal? Gegen ein Vetorecht des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), also des Kulturstaatsministers, beim Deutschen Verlagspreis: „Wolfram Weimer greift die Unabhängigkeit der literarischen und verlegerischen Landschaft an, sein Verhalten wirft erneut grundsätzliche Fragen nach der Rolle des Staates in kulturellen Förderentscheidungen auf. “ Doch wäre man ehrlich, müsste es heißen: auch Fragen nach der Rolle anderer Institutionen dabei.
Es ist bald eine Woche her, dass Sebastian Guggolz, Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, dem Deutschlandfunk ein Interview zur Neuausgestaltung des Deutschen Verlagspreises gab. Guggolz’ Institution ist gemeinsam mit der Kurt-Wolff-Stiftung (einem Interessenverbund unabhängiger Verlage) Partner des BKM bei Auslobung und Verleihung sowohl des Deutschen Verlagspreises als auch des Deutschen Buchhandlungspreises. -Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen sehen F.
Was Experten sagen
bei Google bevorzugen Um Letzteren hatte es zu Beginn des Jahres einen Skandal gegeben, als Weimer drei von der unabhängigen Jury für die Auszeichnung ausgewählte Buchhandlungen wieder von der Verleihungsliste strich. Seine Begründung: Es lägen verfassungsrechtliche Erkenntnisse über die drei Läden vor, wie der Verfassungsschutz dem BKM mitgeteilt habe – im Zuge des sogenannten Haber-Verfahrens, das bei staatlichen Zuwendungen eine Überprüfung der Verfassungstreue etwaiger Empfänger ermöglicht. Bei den drei konkreten Fällen handelte es sich um politisch stark links engagierte Buchhandlungen.
Der Verlagspreis war offenbar in großer GefahrWie Weimers Behörde bald betonte, war vom Verfassungsschutz nur weitergegeben worden, dass es Erkenntnisse gab, nicht jedoch, welche konkret. Das dürfe der Verfassungsschutz auch gar nicht, hieß es. Seltsame politische Welt, in der Preise verweigert werden, obwohl die Gründe dafür von den Verweigerern gar nicht genannt werden, ja angeblich gar nicht gekannt werden können.
Das erregte die Öffentlichkeit, denn man vermutete bloße Tendenzentscheidungen: Weimer passe die linke Ausrichtung der drei betroffenen Läden nicht. Und damit kam neben dem Buchhandlungspreis auch gleich noch der Verlagspreis als zweite BKM-Auszeichnung (und Förderungsmaßnahme) für die Buchbranche ins Gerede.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





