
Deutschland darf Halbleiterfabriken mit 659 Millionen Euro bezuschussen
Entscheidung der EU-Kommission Deutschland darf Halbleiterfabriken mit 659 Millionen Euro bezuschussen Die EU will die Halbleiterproduktion in Europa ausbauen. Deutschland kann nun Anlagen in vier Bundesländern fördern....
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Entscheidung der EU-Kommission Deutschland darf Halbleiterfabriken mit 659 Millionen Euro bezuschussen Die EU will die Halbleiterproduktion in Europa ausbauen. Deutschland kann nun Anlagen in vier Bundesländern fördern. Davon sollen auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen profitieren.
56 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Zwischenprodukte der Halbleiterproduktion, sogenannte Wafer – sie werden unter anderem für die Herstellung von Mikrochips verwendet Foto: David Hammersen / dpa Die Europäische Kommission hat entschieden, dass Deutschland vier Halbleiteranlagen mit insgesamt 659 Millionen Euro fördern darf.
Die Einzelheiten
»Durch die Förderung von Innovationen im Halbleiterbereich stärken wir unsere technologische Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit Europas«, teilt die zuständige EU-Kommissarin Teresa Ribera dazu mit. Deutschland darf damit folgende direkte Zuschüsse bereitstellen:353 Millionen Euro für die SME Element 3-5 GmbH für eine Anlage in Baesweiler (Nordrhein-Westfalen). Dort soll laut EU-Kommission eine »weltweit einzigartige Fabrik« entstehen, in der besonders leistungsstarke Wafer hergestellt werden sollen.
Wafer werden unter anderem für die Herstellung von Mikrochips und Sensoren verwendet und kommen so unter anderem in der Automobilindustrie zum Einsatz. 214 Millionen Euro für die Vishay Siliconix Itzehoe GmbH (»Vishay«) für eine Anlage in Itzehoe (Schleswig-Holstein). Dort sollen spezielle Halbleiterschalter (Power-MOSFETs) hergestellt werden, die ebenfalls in der Automobilindustrie genutzt werden.
74,4 Millionen Euro für die KLA-Tencor MIE GmbH (»KLA«) für eine Anlage in Weilburg (Hessen), unter anderem für hochmoderne Film-Messgeräte. Sie werden demnach zur Qualitätskontrolle bei der Massenproduktion von Halbleiterbauelementen eingesetzt und ermöglichen so höhere Produktivität. 17,9 Millionen Euro für die KETEK GmbH für eine Anlage in München (Bayern) zur Herstellung von zwei hoch spezialisierten Chips, die für industrielle Sortier- und Recyclingsysteme eingesetzt werden.
Die Projekte werden laut EU-Kommission jeweils gemeinsam aus dem Bundeshaushalt und von Landesbehörden finanziert. Die Beteiligten haben sich dafür demnach unter anderem dazu verpflichtet, positive Auswirkungen auf die Halbleiter-Wertschöpfungskette in der EU sicherzustellen und besonders mit Hochschulen und Forschungseinrichtungen zusammenzuarbeiten.
Das Thema zählt nun zu den wichtigsten Punkten der globalen Agenda.





